HARPSTEDT - HARPSTEDT/GSA - Schlaflos in Bethlehem: Mit der Abwandlung des bekannten Filmtitels „Schlaflos in Seattle“ könnte man das große Krippenspiel am Sonntag in der Christuskirche in Harpstedt überschreiben. Die Wirtsleute des Bethlehemer Gasthauses „Zum guten Engel“ finden keine Nachtruhe – und erkennen zuletzt, das bei ihnen im Stall ein Wunder geschehen ist.
Nachdem Maria und Josef nach langer Reise beim Gasthaus „Königshof“ abgewiesen wurden, klopfen sie beim „Guten Engel“ an, werden aber auch wegen Überfüllung weggeschickt. Da greifen nun die beiden kleinen Engel Angelo und Angela im Auftrag vom strengen Erzengel Gabriel ein und überzeugen „als Himmelspolizei“ die Wirtsleute, wenigstens den Schlüssel zu ihren Stall herauszugeben.
Schließlich klopfen zu später Stunde noch die Hirten auf der Suche nach dem Neugeborenen bei den Gastwirten an. Denen geht buchstäblich langsam ein Licht auf, als schließlich noch die prächtig gekleideten Könige nach dem Kind fragen. Als sie die große Versammlung in ihrem Stall sehen, merken sie, dass hier Gottes Sohn auf die Welt gekommen ist.
Die mehr als 20 Kinder verstanden es, engagiert und überzeugend ihr Krippenspiel mit Texten von Rolf Krenzer und Playback-Musik von Siegfried Fietz aufzuführen. Mit Sologesängen und Chorstücken warben sie für die gute Botschaft.
Chorleiterin Daniela Predescu gelang es, ihren Kinderchor, die Harpstedter Kirchturmspatzen, zu diesem schönen Krippenspiel hinzuführen und wurde dabei von Müttern bei Kostümierung und Maske und Vätern bei der Technik unterstützt. Das Krippenspiel war Herzstück des stimmungsvollen Kinderweihnachtsgottesdienstes, zu dem über 500 Erwachsene und Kinder in die Christuskirche kamen und der besinnlich mit einem Kerzenmeer endete.
Zeitgleich wurde in der Zufluchtskirche in Dünsen ebenfalls ein Krippenspiel-Gottesdienst gefeiert, den Diakonin Doris Mikolajczyk mit der Dünsener Kinderkirche und Sandra Melloh und Ina Krasnikow als Mitarbeiterinnen vorbereitet hatte. Dort führten die Kinder das alte „Harpstedter Krippenspiel“ auf, das zuvor viele Jahre in der Christuskirche gezeigt wurde.
