HARPSTEDT - Beim Verein „Kunst und Kultur Harpstedt“ (KuK) dürften sich die Augen auf den 3. November richten. Dann steht im Ausschuss für Kultur, Freizeit und Partnerschaften des Fleckens das Thema „Kulturförderung“ auf der Tagesordnung, wie aus dem Amtshof verlautete. Und die Frage der Mittelvergabe und besseren finanziellen Ausstattung Kulturschaffender steht beim Kulturverein ganz oben auf der Agenda – davon zeugte die intensive Diskussion bei der Mitgliederversammlung in der „Wasserburg“. Nachdem im Vorjahr Künstler und Vertreter von kulturell aktiven Vereinen und Kirche über eine mögliche eigene Verwaltung und Verteilung von kommunalen Kulturfördermitteln beraten und einen Entwurf für Regelungen erarbeitet hatten, wird nun auf die politische Entscheidung gewartet: „Der Vorschlag liegt seit Juli bei der Gemeinde“, sagte KuK-Vorsitzender Götz Rohde.
Keinen Zweifel ließ er daran, dass nicht nur Selbstverwaltung der Gelder Ziel sei – „sondern auch, dass der Charakter des Topfs ein anderer wird und von 2500 Euro erheblich aufgestockt wird, damit man etwas reißen kann“. Bisher würden Defizite bei Veranstaltungen abgefedert – „uns geht es um Förderung“. „Es geht auch darum, aktiv planen zu können“, pflichtete Claudia Sanner bei. KuK trage mit anderen dazu bei, „die Gemeinde bunter zu machen“. Wolfgang Kinzel sorgte sich, Kulturleistung werde „nicht genug gewürdigt“.
Was das finanzielle Ergebnis in der abgelaufenen Saison angeht, konnte der Vorsitzende eine zufrieden stellende Bilanz vorlegen: Angesichts „relativ teurer“ Kulturangebote könne sich KuK mit einem knappen Minus von 70 Euro in zehn Veranstaltungen „durchaus sehen lassen“. Die Besucherzahl sei mit im Schnitt 35 bis 40 (ohne das gut besuchte Mediterrane Fest und ein Gartenkultur-Musikfestival-Konzert mit gut 60 Zuhörern) „ordentlich“ gewesen. Bei der Mitgliederzahl stagniert KuK bei 61.
Auch für die angelaufene neue Programmsaison sind wieder zehn Veranstaltungen fest eingeplant und im Programm-Flyer vorgestellt. Die Palette reicht vom Fotowettbewerb über Gitarrenkonzerte und Literatur bis Kinderkultur (die NWZ berichtete). Eventuell kommen weitere Angebote hinzu, auf die dann gesondert hingewiesen würde. So gibt es Überlegungen, eine Veranstaltung mit der Bremer „Shakespeare Company“ auf die Beine zu stellen, wie Rohde verriet.
Dass die KuK-Mitglieder mit der Arbeit ihrer Führungsriege zufrieden sind, zeigten die Vorstandswahlen. Der komplette Vorstand wurde in den Ämtern bestätigt: Vorsitzender bleibt Götz Rohde, 2. Vorsitzende Christina Lambertz, Kassenwartin Anne Rosik (in Abwesenheit gewählt); „Wiederwahl“ hieß es ebenso für Schriftführerin Wibke Strodthoff und Beisitzer Wolfgang Kinzel.
Künstler Hans-Joachim Kampa stellte in der Runde Ideen für eine Kunstaktion anlässlich des Partnerschaftsjubiläums mit Loue vor, mit der er sich vom Kriegerdenkmal Germania-Statue distanzieren und ein Zeichen für Völkerverständigung und deutsch-französische Partnerschaft setzen möchte.
