Harpstedt/Landkreis - Die alte Diskothek „Sonnenstein“ ist abgebaut – doch mit Party ist auf dem Koems-Gelände nicht Schluss: Nebenan im historischen Koemssaal, wo sonst Handwerksmärkte oder Tierschauen stattfinden, wird an diesem Freitag zu Disco-Musik gefeiert. Die 12. präventive Jugenddisco „Tanzrausch“ ist zu Gast. Erstmals steigt die alkohol- und nikotinfreie Party in Harpstedt. Mehrere hundert Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren aus dem Landkreis Oldenburg werden erwartet.

Die Vorbereitungen für die Disco sind im vollem Gang: Bereits am Donnerstag schmückten Mitarbeiter aus den Kreisjugendpflegen und Helfer den Saal. Unter anderem mussten 1000 bunte Luftballons aufgepustet werden. Diese sollen um Mitternacht auf die Feiernden herabfallen. Zudem würden noch Lichterschläuche und Schwarzlicht installiert, erklärt Annelen Voß von der Harpstedter Jugendpflege. „Es soll wie eine richtige Großraumdisco aussehen“, sagt Nina-Verena Müller von der Gemeinde Ganderkesee. Denn „Tanzrausch“ sei keine Kinder-Veranstaltung, wie Dirk Emmerich von der Kreisjugendpflege bei der Vorstellung der Party erklärte. Bei der Jugenddisco sollen die gleichen Bedingungen herrschen, wie in einer richtigen Disco. Die Jugendlichen sollen sehen, wie es sei, wenn man ohne Alkohol trinke.

Müller, Voß und Emmerich gehören zu dem Organisationsteam, das sich seit Anfang des Jahres mehrfach getroffen hat, um die Disco vorzubereiten.

Zum überarbeiteten Konzept gehört auch das neue Disco-Team „Zephyrus“, das unter anderem mit Großbildleinwänden für Stimmung bei den Feiernden sorgen möchte. Außerdem werden die Gruppen „Appearance“ aus Ganderkesee und „Move Up and Dance“ aus Harpstedt Tanzeinlagen zum Besten geben. Darüber hinaus können die Jugendlichen beim „Singstar Contest“ Gesangsdarbietungen abliefern und es gibt die Möglichkeit, sich ein Airbrushtattoo – also ein abwaschbares Tattoo – auf die Haut sprühen zu lassen.

Karten für die Jugenddisco gibt es noch im Vorverkauf und an der Abendkasse (siehe Infobox).

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland