HARPSTEDT - Noch steht sein aktuelles Werk in keinem Buchladen. Dennoch gewährte Autor Wolfram Eicke den drei fünften Klassen der Haupt- und Realschule Harpstedt bereits am Dienstagvormittag bei einer Lesung in der Delmeschule eine erste Hörprobe von seinem neuen Jugendbuch „Survival-Trip“, das in Kürze erscheinen wird („Ich warte jeden Tag darauf, dass das fertige Buch im Briefkasten liegt.“).
Der Schulbuch-Verlag Schroedel ordnet Eickes Buch auf seiner aktuellen Web-Seite in das Thema „Gewaltprävention“ ein. Erzählt wird die Geschichte des 14-jährigen Christoph, der bei einem Abenteuer-Camp in Schweden, einmal ohne Fernsehen, Handy, Computer und Dusche auskommen muss und zudem bei einer Zwei-Mann-Tour durch die Wildnis an seine eigenen Grenzen stößt.
Sohn gibt Anregung
Die Anregung zu diesem Buch gab Wolfram Eickes Sohn Philipp. Der 21-Jährige hatte sich Wochen lang ohne Geld durch Schweden geschlagen und dabei ganz neue Erfahrungen und Seiten an sich kennen gelernt „Ich habe das Buch mit meinem Sohn zusammen geschrieben“, verrät Wolfram Eicke stolz, der seine Abenteuer-Erfahrungen bei den Pfadfindern machte und als trampender Hippie. „Erlebnisse, die den Jugendlichen heute fehlen“, meint Autor Wolfram Eicke, der seinem Buch folgenden Satz vorangestellt hat: „Wir müssen unangenehme Tage überstehen, aber wenn wir durchhalten, können wir erreichen, was wir wollen.“
Auch wenn das Buch für junge Leser ab Klasse acht gedacht ist, hörten die Fünftklässler am Dienstag gebannt den Zeilen zu, die Wolfram Eicke las. Der 53-Jährige machte sich bislang nicht nur mit Büchern wie „Das silberne Segel“ und „Mathe, Mädchen, Rockmusik“ einen Namen. Auch als Liedermacher tritt er in Erscheinung. So schrieb er das Kindermusical „Der Notenbaum“ und produzierte mit dem bekannten Kinderliedermacher Rolf Zuckowski das Musical „Der kleine Tag“.
Gitarre mitgebracht
Aus diesem Werk sang Wolfram Eicke mit den Harpstedter Kindern zur Einstimmung auf die Lesung das Stück „Einfach nur so“. Dazu hatte der Lübecker seine Gitarre mitgebracht. „Das Lied fiel mir ein, als ich Langeweile hatte. Langeweile ist manchmal gar nicht so schlecht. Sie ist gut für die Fantasie“, offenbarte Eicke den erstaunten Schülern.
