HARPSTEDT - Erstmals wird der traditionelle „Gottesdienst im Wohngebiet“ in Harpstedt ökumenisch gefeiert. Am Sonntag, 26. August, um 10 Uhr lädt die Nachbarschaft an der Straße „Im Moorlande“ im Südwesten des Fleckens ein. Da die große Nachbarschaft in dem Wohngebiet „gemischt“ ist, soll der Freiluft-Gottesdienst ökumenisch gefeiert werden – und zwar unter dem Harpstedter Steinekreuz, das beim ökumenischen Kirchenzelt auf der Gewerbeschau im Frühjahr entstanden ist.
Die Begrüßung übernimmt Heinrich Wittwer, ehemaliges katholisches Pfarrgemeinderatsmitglied; das Glaubensbekenntnis spricht mit der ökumenischen Gemeinde die katholische Pfarrsekretärin Thekla Abeln. Die Abkündigungen liest ihre evangelische Kollegin im Kirchenbüro, Birgit Corleis, und der ev. Kirchenvorsteher Klaus Corleis spricht mit anderen die Fürbitten. Er leitet auch den Posaunenchor, der wesentlich aus Bewohnern dieser Straße besteht und den Gemeindegesang begleitet, unterstützt von einigen Bläsern aus Nordwohlde. Die Lieder sind von den Nachbarn ausgewählt.
Der evangelische Ortspastor Gunnar Schulz-Achelis predigt und tauft drei evangelische Kinder. Die Katholikin Claudia Sanner wird eine Lesung übernehmen, die evangelische Nachbarin Ruth Kleinert ein Gebet. Die Klingelbeutelkollekte für die Twistringer Tafel, ein Hilfsprojekt des katholischen Gemeindeverbundes, sammeln Heinrich Wittwer und Christian Abeln ein. Im Anschluss an den Gottesdienst laden die Nachbarn dann zum Kirchenkaffee ein.
Der „Gottesdienst im Wohngebiet“ ist nach einer Idee von Pastor Werner Richter entstanden und wurde erstmals im August 2003 im Logegebiet gefeiert, als die Christuskirche gerade wegen der Renovierung geschlossen war. Bei der Gottesdienstgestaltung beteiligt sich stark die Nachbarschaft, in deren Siedlungsgebiet der Gottesdienst gefeiert wird. Mit dem „Gottesdienstformat“ wird an die alte dörfliche Tradition einer gepflegten Nachbarschaft angeknüpft. Bewusst wird der Gottesdienst in einem Siedlungsgebiet gefeiert, in dem die meisten Nachbarn etwa zur selben Zeit gebaut haben.
