HARPSTEDT - „Das wir den Christusgarten an einem Pfingstsonntag einweihen, hat seinen guten Grund, ein Tag, an dem wir über die großen Taten Gottes reden und lobpreisen“, sagte Regionalbischof Landessuperintendent Dr. Burghard Krause in seiner Predigt im Festgottesdienst zur Einweihung des Christusgartens in Harpstedt am Sonnntagvormittag. Vor der großen Kirchengemeinde hob Krause auf das Pfingstereignis ab, das in der Apostelgeschichte 2 im Neuen Testament niedergeschrieben steht. Erzählt wird, wie die Jünger Jesu am Pfingsttag in Jerusalem unerwartet von Sturm und Feuerzungen am Himmel überrascht werden und die Geistsendung Gottes erfahren.

Im übertragenen Sinne wird dahinter die Aufrüttlung, Befreiung von der Angst, sich mitteilen und Gehör zu finden und über Gott zu reden gesehen. „Pfingsten führt zum Lob Gottes. Zur Verstärkung des Geistes. Wir wollen Gott loben und das Leben preisen. Wo uns ein Gott beschützt, da blicken wir auch auf etwas vom Garten Eden“, zog der Regionalbischof den Kreis zur Einweihung des neuen Bibelgartens, nicht ohne daneben auf verschiedene Wege einzugehen, Glauben mitzuteilen, wie zum Beispiel auch beim Ökumenischen Kirchentag.

Alexander Mende, ein ehemaliger Konfirmand, trug ein von Claus Lampe gestiftetes Steinkreuz voran, denn der Gottesdienst und damit die Einweihung wurden unter freiem Himmel mit dem Segen und Gebeten vollzogen. Dr. Krause und Pastorin Carola Holtin folgten mit der Kirchengemeinde zum Pfarrhaus.

Im Anschluss bestand die Gelegenheit, die acht Stationen des Bibelgartens rund um die Christuskirche zu erfahren und zu erleben. Dabei wird der Weg Jesu über Geburt und Taufe, Wunder, Heilung, Leiden und Tod bis zu Auferstehung und Pfingsten auf verschiedenste Art veranschaulicht und auch begreifbar gemacht. Gleichzeitig sieht die Kirchengemeinde den Christusgarten als zusätzlichen Besichtigungspunkt für touristisch interessierte Besucher des Fleckens.

Zwei Führungen wurden am Pfingstsonntag angeboten. Kirchenpädagogin Mareile Diekmann und Heinfried Sander leiteten Interessierte durch die verschiedenen Stationen. Wer wollte, konnte sich auch einen der frisch gedruckten Flyer mitnehmen, in dem grundlegende Information zum Bibelgarten gegeben wird.

In der Kirche erläuterte Claus Lampe seine Sammlung bibischer Steine. Das Kirchencafé hatte geöffnet und um 12 Uhr wurde zum Brunch im Pastorengarten eingeladen. Es gab auch Informationen über das Anlegen des Bibelgartens, an dem sich mehr als 50 ehrenamtliche Helfer über acht Wochen beteiligt hatten. Darunter waren die Baugruppe der Kirchengemeinde, die Koemsrentnerband, die Mädchengruppe, aber auch viele Konfirmanden.

Am Nachmittag führte Professor Günter Berger aus Dötlingen die Pfingstkantate „Welch’ heller Schein wird wohl in Christi Garten sein“ in der Christuskirche erstmals auf .