HARPSTEDT - Beim 6. Harpstedter Keks probierte sich die Jury durch 14 Kekssorten. Haferflocken-Plätzchen überzeugten am Ende die sechs Gaumen.

Von Tim Boelmann

HARPSTEDT - Im Rahmen des 53. Harpstedter Lesestuhls wurde am Sonnabendabend im „Marktkieker“ zum sechsten Mal nach dem „Keks des Jahres“ gesucht. Vierzehn Hobbybäcker, davon drei Männer, hatten den Backpinsel geschwungen und ihre Kreationen der sechsköpfigen Jury präsentiert. Die Jury bestehend aus Annelen Voß (Jugendpflege), Astrid Kretzer (NWZ -Redakteurin), Claudia Schreiber (Buchhändlerin), Holger Meyer (HTB-Handballtrainer), Jörg Siegmann (Bäckerei Knolle) und Götz Rohde (KuK-Vorsitzender), bewertete die Kekse nach Form, Aussehen und Geschmack. Sonderpunkte konnte das Expertenteam für „Gebissfreundlichkeit“ oder „der Keks erinnert mich an meine Oma“ in ihren Bewertungsbogen eintragen.

Während sich die Jury und Zuhörer in lockerer Atmosphäre durch die 14 verschiedenen Kekskreationen knabberten, begeisterte Veranstalter Jens Fröhlke vom Kunst- und Kulturverein (KuK) mit literarischer Kost. Er trug schwarzhumorige Geschichten zum Weihnachtsfest vor. Die etwas skurrilen Geschichten stammten beispielsweise aus dem „Weihnachtshasserbuch“ und beleuchten Weihnachten aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Erstmals wurde in diesem Jahr auch ein Preis für besonderes freiwilliges Engagement vergeben. Mit der „Hand“ wird eine Person geehrt, die sich in der Samtgemeinde ehrenamtlich hervorgetan hat. Dieser Preis soll von Jahr zu Jahr symbolisch weitergereicht werden. Die Holzskulptur ist mit einem Preisgeld dotiert, das Harpstedter Bürger und Geschäftsleute gespendet haben. Die Trophäe stammt aus den Händen des Holzhauser Künstlers Hans ARTig alias Hans Kampa.

Die erste, die diesen Preis bekam war die Harpstedterin Margret Bädeker, die damit für ihr besonderes Engagement für afrikanische Asylbewerber in der Gemeinde ausgezeichnet wurde. Sichtlich gerührt und bewegt bedankte sie sich: „Eine Hand hält uns und schützt uns von Anfang an.“ Doch damit der Ehre nicht genug. Margret Bädeker war es auch, die die Jury mit ihren Haferflocken-Plätzchen am meisten überzeugte. So gab es nach der „Hand“ auch noch den „Keks“. Der ungewöhnliche Wanderpokal, ein Zimtstern aus Marmor und Sandstein, wurde von der Buchhandlung „bökers“ gestiftet. Zum Schluss zog Jens Fröhlke noch eine Überraschung aus dem Hut: Im nächsten Jahr sollen nur Frauen in der Jury sitzen und nur Männer sollen ihr Können am Backofen unter Beweis stellen.