HARPSTEDT - „Die Kinder sind begeistert“, weiß Lehrerin Susanne Löpmeier. Kollegin Rita Esk kann das nur bestätigen: „Sie hören gebannt zu. Es trifft das Gemüt.“ Seit Wochenbeginn haben sich Viertklässler der Grundschule Harpstedt im Rahmen eines dreitägigen Projekts mit der Mongolei beschäftigt, haben viel über das Land, seine Menschen, die Kultur und die Musik gelernt. „Es geht um das Kennenlernen anderer Lebensformen und Kulturen“, erläuterte Löpmeier, Klassenlehrerin der 4d. Gerade den fernen, dünn besiedelten asiatischen Staat zum Thema zu machen, lag nahe: Misheel (8), Tochter des Wahl-Harpstedters und preisgekrönten mongolischen Kehlkopf-Sängers Hosoo (mit bürgerlichem Namen Dangaa Khosbayar) geht in die 4d. Rita Esk, selbst Anhängerin der Musik von Hosoo und seinem Ensemble Transmongolia, stieg mit ihrer Klasse 4a kurzerhand mit ein.

Die Musiker um Hosoo sowie seine Frau Suvdaa machten es dann auch möglich, lebensnahe Eindrücke von der Mongolei und seiner Kultur zu bekommen. Treffpunkt für die rund 40 Kinder war täglich eine eigens von den Musikern aufgebaute Jurte auf dem Schulgelände. Hier im Zelt zeigte Suvdaa Gongor Bilder des Heimatlandes, erzählte Märchen, beantwortete bereitwillig Fragen und zeigte schlichte, aber bei den Schülern rasch beliebte mongolische Kinderspiele. Und auch mongolisches Essen lernten die Kinder kennen. Die Musiker stimmten ihre für europäische Ohren zunächst fremden Obertongesänge an und stellten ihre Instrumente vor wie Maultrommel, Pferdekopfgeige und Flöten. Zur Abrundung bereiten die Kinder zudem auch selbst Referate zum Thema „Mongolei“ vor.