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Weihnachtsprojekt Wenn vorm Fest plötzlich ein Rentier fehlt

Astrid Kretzer

HARPSTEDT - Es ist der Tag vor Weihnachten. Im Hause des Weihnachtsmannes ist alles getan: Die Geschenke sind verpackt, die fleißigen Engel heimgeschickt, der rote Mantel ist gewaschen: „Erledigt“, konstatiert der Weihnachtsmann, hinter dessen Rauschebart sich Viertklässlerin Tiana verbirgt. Eigentlich könnte es jetzt bald an die Verteilung der Geschenke auf dem Schlitten gehen – wenn nicht plötzlich eines der Rentiere verschwunden wäre. Voll Sorge machen sich der Weihnachtsmann und seine Helfer auf die Suche im Wald, wo sie Hilfe finden bei Vögeln, die vom Himmel herab suchen, bei den weisen Eulen, bei den hilfsbereiten Engeln, bei Hirten... Ehe jedoch das vermisste „Rentier Nummer 4“ endlich zurück zum Weihnachtsmann findet und die Bescherung (natürlich) gerettet ist, wartet weihnachtlicher Theaterspaß mit viel, viel Musik und Gesang.

Erstmals brachten die Harpstedter Grundschüler und -schülerinnen am Donnerstagvormittag ihr gemeinsames neues Weihnachtsstück auf die Bühne. Wobei kurzerhand die gesamte Pausenhalle zum Spielraum wurde und sich Rentiere, Vögel, Schafe, Sternträger und mehr in aufwendig gestalteten Kostümen zwischen den jungen Zuschauern bewegten: Eingeladen zur „Premiere“ des neu gestalteten, jährlichen Weihnachtsprojekts der Schule nämlich waren die angehenden Schulkinder der Kindergärten in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde, des Harpstedter Kindergartens „Zwerg Nase“ sowie des Waldkindergartens; an diesem Freitag folgt eine weitere Aufführung vor den „Großen“ des DRK-Kindergartens.

„Das war eine ganz, ganz tolle Vorführung. Und das Schöne ist: Ihr habt alle dabei mitgemacht“, sprach Konrektorin Elsa Kramer-Spielmann den Kindern nach der fast 40-minütigen Aufführung ein dickes Lob aus. Jede Klasse hatte einen Part übernommen – ob die Kinder der 4d als Schauspieler, mehrere Klassen mit Liedbeiträgen, die 1a und die Basisklasse als Schafe, die 2b als Kerzenträger oder die 4b mit Glockengeläut. Auch der Chor wirkte stimmkräftig mit.

Die Idee zu dem neuen musikalischen Weihnachtsstück hatte Lehrerin und Chorleiterin Anja Gillig, die gemeinsam mit Lehrerin Ina Behnken auch die musikalische Leitung inne hatte und – mit Keyboard bzw. Gitarre – begleitete. Tatkräftig mit angepackt bei der Dekoration hatte zudem Kollegin Rita Esk.

Am Ende waren sich alle einig: ein gelungenes Projekt. Davon zeugte der anhaltende Applaus nach dem letzten verklungenen Glöckchenton.

Einziger Wermutstropfen

bei dem gelungenen Weihnachtsprojekt: Die Eltern konnten die Aufführungen aus Platzgründen in diesem Jahr nicht miterleben, da es in der Pausenhalle nicht genug Zuschauerplätze gab. Damit Mütter und Väter der jungen Darsteller dennoch einen Eindruck davon bekommen, hat der Förderverein Schulen Flecken Harpstedt kurzfristig reagiert: Er bot den Eltern eine DVD mit Filmaufnahmen der Aufführung an.

Der Umzug

von der größeren Turn- in die Pausenhalle war erfolgt, da die Samtgemeinde eine weitere Nutzung der Turnhalle für eine Großveranstaltung abgelehnt hatte – zum einen, da der Druck durch schwere Bühnenaufbauten den Hallenboden schädige, zum anderen „aus Gründen der Sicherheit der Kinder“, wie Verwaltungschef Uwe Cordes erklärte. Die Schule sei darauf bereits früher hingewiesen worden. Die Halle erfülle bei den Fluchtwegen nicht die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen. Für Januar sei eine Begehung mit dem Gemeindeunfallversicherungsverband geplant, um zu prüfen, welche Maßnahmen für welche Kosten nötig wären, um die Halle anderweitig zu nutzen.

Eine denkbare Aufführung

ohne Bühne war für die Grundschule keine praktikable Lösung: „Dann sieht man die Kinder nicht“, so Konrektorin Elsa Kramer-Spielmann. Fürs nächste Jahr müsse „neu nachgedacht werden – rechtzeitig“. Das neu gestaltete Weihnachtsprojekt selbst war für sie gleichwohl „ei-ne rundum schöne Sache“.
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