HASBRUCH - Hörnerklang schallte durch den Wald, und die Töne kamen eindeutig von der Jagdhütte – doch es waren keine Waidgesellen, die sich da am Sonntag mitten im Hasbruch getroffen hatten, sondern Musiker, Chöre und ganz viele Gäste, die ihnen zuhörten beim 31. Hasbruchsingen der Landesforsten.

Auf „zwischen 300 und 400“ schätzte Revierförster Jens Meier die Besucherzahl. Bei der Begrüßung ging er kurz auf die forstwirtschaftlichen Belange ein und würdigte den Abschluss der Jagdhütten-Renovierung. Sein Dank galt den Freunden des Hasbruch und den Rotariern für die Arbeit.

Nachdem die Parforcehorngruppe Delmenhorst (Leitung Dr. Ulrich Ellringmann) den Auftakt bestritten hatte, besang zunächst der MGV Singkreis Langenberg (Horst Grebenstein) den Mai. Im weiteren Verlauf zu hören waren der von Magda Schütte geleitete Land­­­frauenchor Ganderkesee, der MGV „Liedertafel“ aus Berne (Olga Bilenko), der MGV Hude mit Dirigentin Sabine Hermann sowie der Männergesangverein Dötlingen und der Gemischte Chor Falkenburg, die beide von Irina Martchenko geleitet werden. Durch das Programm führte Klaus Bergschmidt vom Gemischten Chor Falkenburg.

Das Repertoire bestand nicht nur aus Frühlingsweisen und alten Volksliedern wie „Horch, was kommt von draußen rein“. Auch Modernes, etwa Reinhard Meys „Über den Wolken“ und plattdeutsche Songs wurde vorgetragen. Alle Chöre zusammen intonierten dann das Lied „Kein schöner Land“, begleitet von den Parforcehornbläsern, die mit „Danke schön, auf Wiedersehn“ den Schlussakkord setzten.

Das Hasbruchsingen geht zurück auf eine Veranstaltung der Männergesangvereine „Liedertafel“ aus Bremen und Oldenburg, die sich am Pfingstsonntag 1863 unter einer 1000-jährigen Eiche mitten im Hasbruch zum gemeinsamen Singen trafen. Die „Gesellschaft der Freunde des Hasbruch“ ließ die Tradition 1980 wieder aufleben – seitdem kommen Chöre aus der Region Jahr für Jahr zum Singen an der Jagdhütte zusammen.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)