HATTEN - HATTEN/EB - Im Rathaus der Gemeinde Hatten wird am Sonntag, 24. April, um 11.15 Uhr eine Ausstellung besonderer Art eröffnet: Erstmalig können Kunstinteressierte abstrakte Malerei und deren Toninterpretationen gleichzeitig erleben. Der Maler und Grafiker Hans Eisermann (Klosterseelte) und der Komponist Erhard Kuhn (Bremen) haben den Versuch unternommen, Malerei und Musik in einer Symbiose zu verschmelzen, um dadurch ein völlig neues „Hörverstehen“ zu vermitteln. Abstrakte Bildwerke bekommen eine ganz neue Dimension des innerlichen Sehens, des Sehens mit der Seele. Mit dem eigenen Gefühl werden Wahrnehmungen vor dem geistigen Auge erzeugt, so dass man behaupten kann: „Mit den Augen hören und mit den Ohren sehen!“
Der Maler und Grafiker Hans Eisermann wurde 1931 in Batavia geboren. Bis 1946 ging er in Deutschland zur Schule und absolvierte 1950 seine Gesellenprüfung im Schildermalerhandwerk. Von 1955 bis 1959 studierte er an der Akademie für Kunst und Musik in Bremen Grafik. Seit 1959 ist er selbstständiger Grafiker im Werbebereich, Gestalter für Ausstellungen, Prospekte, Plakate und Anzeigen, Illustrationen für Zeitungen, Kurzgeschichten und Buchgestaltung. Seine Arbeiten sind im Siebdruck entstanden. Er arbeitet darüber hinaus mit Holzschnitten, malt in Öl, Aquarell, Kohle, Kreide und Acryl und fertigt Stift- und Federzeichnungen an.
Erhard Kuhn wurde 1936 in Merseburg geboren. Er wohnt und lebt in Bremen. Schon in der frühesten Jugend wurde er am Akkordeon ausgebildet. In den 70-er Jahren richtete Erhard Kuhn sich ein Tonstudio ein und schuf damit die Grundlage für eigene Kompositionen. Das war der Einstieg in die Verwendung von Software-Synthesizern. Es entstanden erste Kompositionen für Video- und Filmbegleitungen.
Die Ausstellung ist bis zum 27. Mai montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Sie wird auch nach der Eröffnung über auszuleihende Kopfhörer beim Betrachten der Bilder musikalisch erlebbar sein.
