HATTERWüSTING - Über viele Besucher freuten sich an beiden Pfingstfesttagen Ines Kieselhorst und Angelika Hein als Wirtinnen der Kulturkneipe im Schmiedemuseum in Hatterwüsting. Dort wurden leckere Kuchen und schmackhafte Torten zu Kaffee oder Tee serviert.

Die Geschwister boten den Besuchern außerdem einen Gang durch das Museum mit zahlreichen Exponaten des Schmiedehandwerks aus zurückliegenden Zeiten bis ins 16. Jahrhundert an. Auch eine kleine Reise in das Mittelalter konnte gemacht werden, mit der humorvollen Offerte, ähnlich dem beliebten „Hatter Diplom“, Ritterspiele zu absolvieren und sich anschließend in der Schmiedewerkstatt zum Ritter oder dem Burgfräulein adeln zu lassen.

Dafür sind von den Aspiranten mit dem Katapultschießen auf die Ritterburg, Reiten hoch zu Pferde mit der Lanze, der Schwerterprüfung und einer Wissensprüfung über das Rittertum einige Aufgaben zu erfüllen, bevor der Ritterschlag erfolgen kann.

Dazu sollte man unter anderem wissen, wie viele Ritter die Tafelrunde hatte, welche Farben im Oldenburger Wappen enthalten sind, ob, dass auch Frauen damals Ritter werden konnten. Alle Prüflinge erhalten eine Urkunde und je nach Leistung ein Zertifikat als Ritter, Burgfräulein, Knappe, Magd oder Hofnarr. Ritter und Burgfräulein werden mit dem Schwert kniend zum Ritter geschlagen und dürfen sich künftig mit ihrem verliehenen Titel schmücken, wie Schmiedemeisterin Angelika Hein versprach.

Dieses Angebot kann auch in Kombination mit einer Kutschfahrt durch die Landschaft der Wildeshauser Geest angenommen werden, mit einer Schmiedevorführung am Amboss oder einer Marmeladen- beziehungsweise Likörprobe verbunden werden, ergänzt Ines Kieselhorst. Sie überraschte am Sonntag ihre Besucher als ausgebildete Opern- und Operettensängerin sowie „Singende Schmiedewirtin“ mit der Arie „Die Liebe ist eine Himmelsmacht“ aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss. „Wer hätte das gedacht?“, war die erste impulsive und perplexe Reaktion von Uwe Kappelhoff, und auch Ehefrau Sabine kam aus dem Staunen nicht heraus. Diese brillante Stimme, live und ohne Mikrofon gesungen, hatten sie nicht erwartet. Beide waren mit ihren Sandkruger Freunden am Sonntag Teilnehmer der „Ritterprüfung“ und waren voller Begeisterung über diesen zusätzlichen Abstecher in die Welt der Operette.