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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Viele Schätze des Römerlagers bleiben im Boden

28.05.2018

Hedemünden 15 Jahre nach der spektakulären Entdeckung des großen Römerlagers bei Hedemünden, einem Ortsteil der Stadt Hann. Münden, liegt der Großteil der vermuteten historischen Schätze weiterhin im Boden. Bisher seien erst fünf Prozent der Fläche untersucht worden, sagte der frühere Göttinger Kreisarchäologie Klaus Grote, der die Anlage im Mai 2003 in einem Wald oberhalb der Werra aufgespürt hatte.

„Vieles, darunter der 40 mal 40 Meter große Zentralbau des Römerlagers, wurde noch gar nicht angefasst und liegt noch unberührt im Boden“, sagte Grote. Das wird wohl auch so bleiben. Nach Angaben des niedersächsischen Landesarchäologen Henning Haßmann sind derzeit jedenfalls keine weiteren Grabungen geplant. „Für die aktuelle Forschungsdiskussion genügen die Bodenaufschlüsse der vergangenen Jahre“, sagte Haßmann.

Dass er damals auf das Römerlager stieß, habe er indirekt den bei Archäologen wenig beliebten illegalen Schatzsuchern zu verdanken, erinnert sich Klaus Grote.

Mit dem eigenen Metallsuchgerät stieß Grote unter anderem auf eine römische Lanzenspitze, Münzen, eine Katapult-Pfeilspitze und Zeltheringe. Als er schließlich sogar eine Pionier-Axt fand, war ihm klar: „Das ist eine von Römern gebaute Anlage.“

Mithilfe von Metalldetektoren und bei kleineren Grabungen wurden in den vergangenen Jahren rund 3000 Metallgegenstände gefunden, darunter zahlreiche Münzen, Legionärsdolche, eine besonders seltene Gefangenenfessel sowie militärische Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge, Schmuck und Keramik.

„Der Stützpunkt Hedemünden war für die Römer ein wichtiger Trittstein auf ihrem Weg in den germanischen Norden“, sagt Landesarchäologe Haßmann zur Bedeutung der Anlage. Trotzdem seien die Grabungen erst einmal abgeschlossen, denn das Gelände sei ein geschütztes Bodendenkmal.

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