Cloppenburg - Für den Jubilar war es eine Überraschung, aber das Thema des Akademieabends des Heimatbund-Geschichtsausschusses – Westfalen im 18. Jahrhundert – ließ es erahnen: Der Abend war der Ehrung von Prof. Dr. Alwin Hanschmidt gewidmet, der kürzlich sein 75. Lebensjahr vollendete und ein absoluter Fachmann für die Geschichte Westfalens ist. Darüber hinaus engagiert sich der seit 1975 an der Universität Vechta tätige und seit 2004 emeritierte Wissenschaftler für die Erforschung der Geschichte des Oldenburger Münsterlandes, wie zahlreiche Aufsätze u.a. im Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland belegen.

Dies und vieles mehr stellten die Laudatoren der von Prof. Dr. Franz Bölsker und Dr. Michael Hirschfeld organisierten Veranstaltung vor 60 interessierten Zuhörern heraus: Heimatbund-Vizepräsident Hartmut Frerichs lobte Hanschmidt als herausragenden Regionalhistoriker und appellierte an die Verantwortlichen, das „Erbe Alwin Hanschmidts“, fortzusetzen. Die Präsidentin der Uni Vechta, Prof. Dr. Marianne Assenmacher, stellte neben der fachlichen Kompetenz Hanschmidts, der seit 2006 mit der ehrenamtlichen Leitung des Universitätsarchivs betraut ist, seine Kollegialität, Höflichkeit und Sachlichkeit heraus. Dies unterstrich Prof. Dr. Eugen Kotte, Direktor des Instituts für Geistes- und Kulturwissenschaften an der Uni Vechta, in seinem Grußwort, das Hanschmidt als genau arbeitenden Wissenschaftler und hilfsbereiten Kollegen würdigte.

Die Bedeutung des Jubilars im Bereich der Geschichte Westfalens hob besonders Prof. Dr. Hans-Georg Aschhoff hervor: „An Alwin Hanschmidt kommt man nicht vorbei“, wenn es um dieses Fachgebiet gehe. Seit seiner Dissertation über den Staatsmann Franz von Fürstenberg aus dem Jahre 1967 ist der gebürtig aus Rietberg stammende Hanschmidt zu einem der Fachleute für die Geschichte Westfalens geworden.

Aus ganz persönlicher Sicht schilderte der Kollege und Freund, Prof. Dr. Wilfried Kürschner, den zu Ehrenden: als charmanten und stets humorvollen Gesprächspartner, der als Wissenschaftler nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ unheimlich viel geleistet habe. So zählt die nach wie vor wachsende Veröffentlichungsliste von Alwin Hanschmidt von 1960 bis heute über 400 Titel.

Die Festrede von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus über den Forschungsgegenstand „Westfalen im 18. Jahrhundert“ gewährte einen guten Einblick in den Forschungsstand der verschiedenen Aspekte wie innere Verwaltung, Bevölkerung und Wirtschaft, Bildung und geistiges Leben.