Conneforde/Spohle - Ungewiss ist nach wie vor die Zukunft des 1950 gegründeten Heimatvereins Conneforde. Nach dem Tod des langjährigen 1. Vorsitzenden Hans-Gerd Wefer im Oktober 2015 hatte sich in der folgenden Jahreshauptversammlung im Februar 2016 kein Nachfolger gefunden (die NWZ  berichtete). Die Mitglieder werden immer älter, Neuzugänge gab es ebenfalls nicht.

Der verbliebene Vorstand des Vereins, der vor allem durch seine alljährliche Sonnenwendfeier und das begleitende Sonnenwend-Volkstanzfest bekannt ist, hat nach Angaben von Geschäftsführer Arnold Gerdes bereits signalisiert, dass er für eine Wiederwahl nicht wieder zur Verfügung stehen wird. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung an diesem Dienstag, 22. November (20 Uhr im „Spohler Krug“, Wiefelsteder Straße 26), soll nun ausgelotet werden, ob sich ein neuer Vorstand findet. Gerdes: „Wenn auf Dauer kein vollständiger Vorstand gefunden wird, kann der Verein nicht weiter bestehen.“ Alle 169 verbliebenen Mitglieder des Vereins wurden zur Versammlung eingeladen.

Bereits in der Hauptversammlung im Februar waren auch Stimmen laut geworden, die sich für eine Auflösung des Vereins aussprachen: Die Mehrheit stellten sie allerdings in der Versammlung nicht. Für Arnold Gerdes steht der Verein, der sich auch dem Erhalt der plattdeutschen Sprache verschrieben hat, klar am Scheideweg: „Findet sich kein neuer Vorstand, müsste sich der Verein auflösen.“