Friesoythe - So stellt man sich doch eine Heimkehr vor: nicht leise und fast unbemerkt, sondern mit viel Getöse und jubelnden Menschen. Alles richtig gemacht hat demnach die Band „Inuit Affairs“. Die Musiker mit lokalen Wurzeln haben direkt nach Weihnachten ein sogenanntes Homecoming-Konzert in der Friesoyther Kneipe Bogart gegeben und die Rückkehr in die alte Heimat somit zur großen Party gemacht.
„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Bassist Jochen Kinast, der aus Friesoythe stammt, nach dem Konzert. „Die Gäste haben mitgesungen, getanzt und alles gegeben.“ Unter den Besuchern waren viele Freunde und Verwandte der Musiker. Denn sowohl Kinast als auch die beiden Saterländer Bandmitglieder, Schlagzeuger Simon Schaal und Gitarrist Jannik van Wahden, leben nicht mehr im Landkreis und sind übers Jahr viel auf Tour. Das lange Weihnachtswochenende war die perfekte Zeit, alle mal wieder zu versammeln.
Für die Band, deren Stil irgendwo zwischen Rock, Elektro und Pop zu finden ist, brachte diese Konstellation die Möglichkeit, musikalisch etwas zu wagen. „Es war die perfekte Gelegenheit, neue Stücke zu testen, denn Freunde geben ja das ehrlichste Feedback“, erklärte Kinast. Mit dem Elektro-House-Stück „Fáilte“ und „I Scream for Ice Cream“, einer Metalcore-Nummer, präsentierte „Inuit Affairs“ daher auch zwei neue Songs im Bogart. Aber auch mit alten Liedern wie „Economics“, das es schon ins Radion geschafft hat, oder „Naruto“, einer der ersten Songs, den die Musiker zusammen geschrieben haben, begeisterte die Gruppe das Publikum.
Auch die Vorband, die Folk-Rocker von „Punch Drunk Poets“ aus Köln und Münster, wurde gebührend gefeiert. „Es war ein grandioser Abend“, bilanzierte Kinast und kündigte an, dass es nicht die letzte Rückkehr nach Hause bleiben soll. „Wir haben direkt einen neuen Termin für das nächste Jahr gemacht.“
