Während meiner Ausbildung war ich in einer deutschen Kirche im Ausland tätig. In der dortigen Liturgie gab es einen Wechselgesang aus Psalm 26: Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. Ich liebe zwar ansprechende Gottesdienste in schönen Kirchen. Aber dieser Psalmvers erschien mir schon immer zu kitschig und dick aufgetragen. Nun dürfen wir jedoch schon über sieben Wochen keine Gottesdienste in Kirchen feiern. Ich vermisse sie. Da kommt mir wieder dieser Vers in den Sinn. Nun klingt er gar nicht mehr dick aufgetragen. Wie gerne würde ich ihn jetzt im Wechsel mit der Gemeinde singen. Hoffentlich nächsten Sonntag wieder, aber dann mit moderner klingenden Worten. Das Offizialat Vechta schickt täglich in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche einen geistlichen Impuls zur Corona-Krise. Der Autor heute ist Michael Harald Uecker, Pfarrer in der ev.-luth. Kirchengemeinde Essen.
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