Großenkneten/Sage - Pfarrerin Christiane Geerken-Thomas brachte es auf den Punkt: „Das waren bewegende Worte. Nach 43 Jahren ist eine Ära zu Ende gegangen!“. Zum Abschluss der großen Adventsfeier des Seniorenkreises der ev.-luth. Gemeinde Großenkneten im Haaster Krug hat Heinz Heinsen nämlich mitgeteilt, dass er dieses Amt zum Jahresende aufgibt. Das wussten nur ganz wenige Eingeweihte zuvor, so die Geistlichen der Kirchengemeinde. „Wir danken Ihnen allen für die Treue, mit der Sie unser Angebot angenommen haben. Meine Frau und ich geben die Verantwortung für die Seniorenarbeit an die Kirchengemeinde zurück“, überraschte Heinsen die Gäste.

Diese Schlussrede sei ihm nicht leicht gefallen, gestand der 77-Jährige. Diese Aufgabe lag ihm sichtlich am Herzen und trotz seiner vielen Ehrenämter, so elf Jahre als ehrenamtlicher Großenkneter Bürgermeister, hat er den Seniorenkreis stets weitergemacht. Die Treffen waren stets am dritten Dienstag im Monat im Karkenhus, außer im Monat der Kaffeefahrt und der Adventsfeier. Was ihm die meiste Freude gemacht hat: „Das Vertrauen von den Menschen zu genießen“, entgegnet Heinsen. Dieser Verantwortung hat er sich mit seiner Frau und weiteren Helfern stets gestellt.

„Es war für uns etwas unbefriedigend, den leisen, berechtigten Vorwurf zu hören, dass wir in die Jugendarbeit so große Anstrengungen investieren und für die ältere Generationen in der Kirchengemeinde keine Zeit hätten“, erinnerte er an die Anfänge 1972. Mit Pastor Folkers startete der damals 35-jährige Heinsen den Aufruf zum ersten Altennachmittag im Dorfgemeinschaftshaus. 78 kamen auf Anhieb. Danach gab es das Angebot alle zwei Monate. 1978 wurde auf Wunsch der Teilnehmer der „Seniorenkreis“ als Begriff eingeführt, ab Oktober 1979 die monatlichen Treffen.

Die Struktur blieb stets gleich. Im ersten Teil gab es Vortrag, Informationen, Dias, Video, Film, Döntjes, Singen, im zweiten Teil eine Andacht. Natürlich vorneweg das Kaffeetrinken. „Das können wir wirklich gut“, so Heinsen in seiner Ansprache.

Pfarrerin Geerken-Thomas bedankte sich bei Heinsen mit einer besonderen Kinderbibel, zum Vorlesen für die inzwischen fünf Enkel. Für Heidrun Heinsen gab es einen Blumenstrauß mit 43 Rosen. „Der Seniorenkreis wird weitergehen“, kündigte die Pfarrerin an. Künftig soll ein Team die Aufgabe übernehmen. Mit Wolfgang Kultermann hat sich ein Kirchenältester zum Mitmachen bereit erklärt, weitere werden gesucht.