HEMMELSBERG - Auf dem Vieh- und Pferdemarkt in Hemmelsberg werden Geschäfte noch per Handschlag besiegelt, egal ob es um Ponys, Kaninchen oder Kanarienvögel geht. Bei strahlendem Sonnenschein tummeln sich am Sonnabend zahlreiche Besucher auf dem Platz beim Hemmelsberger Schützenhof.

Silke Diers beispielsweise ist auf der Suche nach einem Pony für ihre Kinder, noch ist sie aber nicht fündig geworden. Luana, Mira und Laura haben ihr Traumpony dagegen schon gefunden. Sie streicheln und herzen den kleinen Fuchs, den sie am liebsten mitnehmen würden.

Eine große Traube bildet sich um einen Käfig mit fünf Labradorwelpen. Die Rasselbande fasziniert vor allem die jüngeren Besucher. Auch Annemieke Vink ist von den Welpen begeistert. Da fiel es auch ihrer Mutter schwer, standhaft zu bleiben. „Heute wird nur geschaut, nicht gekauft“, stellt Cornelia Vink trotzdem klar. Für sie gehört der Viehmarkt zweimal im Jahr zum festen Programm.

Bei den Kaninchen schauen die jüngeren Besucher beeindruckt zu, wie Händler Reinhard Schäfer das Geschlecht bestimmt. Der Kaninchenzüchter hat verschiedene Farbenzwerge und Holländer im Angebot.

Der Vieh- und Pferdemarkt blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 22 Jahren wechseln hier zweimal im Jahr Pferde, Esel, Kaninchen, Vögel und Hunde die Besitzer. Dazu wird auf dem Flohmarkt Zubehör verkauft. Wie immer gab es wieder eine Tombola mit einem Pony als Hauptgewinn. Für nur einen Euro pro Los konnte „Lotta“ gewonnen werden. Gespendet wurde das Pony vom Schützenhof Hemmelsberg. Wirtin Rosi Strehner organisiert den Vieh- und Pferdemarkt. Die Idee dazu hatte vor 22 Jahren ihr Mann Hans Strehner. „Der Gedanke ist am Stammtisch entstanden. Es sind immer sehr viele Pferdeleute hierher gekommen“, erinnert sich die Wirtin.

Mit der Besucherzahl sind die Organisatoren zufrieden. Händler und Interessierte kommen aus Osnabrück, Damme und Bremen, sogar aus den Niederlanden.