Hengstforde - Sie ist verschroben, keine Frage, und manches Mal sind die Zuhörer einfach nur perplex über ihre Gedankengänge und Schlussfolgerungen.
Wenn Alice Folder ermittelt, wird es skurril. Diesmal gerät Anne Sudbracks Krimiheldin in große Gefahr. Ein psychologisches Gutachten soll kurz vor Folders Pensionierung über die Archivarin erstellt werden. Wer hat das initiiert? Angeregte und knisternde Spannung, schwarzer Humor und seltsame Wendungen sind auch diesmal wieder garantiert.
Bereits zwei Stücke hat die Augustfehner Puppenspielerin ihrer Alice Folder gewidmet: „Erlesene Verbrechen und makellose Morde“ hieß 2006 der erste Krimi für Erwachsene, bei dem Anne Sudbrack die Puppen tanzen lässt. Die Vorlage für die vier Kriminalfälle, die die Archivarin Folder in ihrem verstaubten Büro löst, lieferte der Amerikaner Henry Sleasar (1927 bis 2002). Neben mehr als 500 Kurzgeschichten schrieb er zahlreiche Drehbücher für Alfred Hitchcock.
Mörderisch geht es auch in im zweiten Krimi „Die Beförderung“ zu, der 2015 entstand. Alice Folder alias Anne Sudbrack gerät wieder auf Abwege. Dabei sollte sie doch nur das Büro für die Beförderung des Chefs schmücken. Doch kaum begonnen, stößt sie auf kuriose, eigentlich schon gelöste Fälle und ermittelt mit ihrer „materialisierten Kriminalrecherche“ den wahren Tathergang. Der Stoff, aus dem die Geschichte ist, hat Anne Sudbrack ebenso selbst entwickelt wie den Inhalt des neuen Krimis „Die Praxis“.
„Schon als das Stück ,Die Beförderung’ entwickelt und inszeniert wurde, war mir klar, dass es noch einen weiteren Alice-Folder-Krimi geben muss, der dann allerdings der letzte ist“, sagt die 57-jährige Puppenspielerin.
Auch dieses Erwachsenen-Stück ist wieder eine Gemeinschaftsarbeit. Hendrikje Winter führte Regie, für die dramaturgische Beratung zeichnet Gert Sudbrack verantwortlich und Dietmar Staskowiak kümmert sich um die Musik. Für Ausstattung und Spiel sorgt Puppenspielerin Anne Sudbrack. Finanziell gefördert wurde die Produktion durch die Oldenburgische Landschaft und weitere Sponsoren.
„Alle paar Jahre inszeniere ich ein Stück für Erwachsene“; so die Puppenspielerin, die auch weiß, dass ihre Kinderstücke nicht nur bei den kleinen Besuchern, sondern auch bei den großen sehr beliebt sind.
Für Krimifans und solche, die es werden wollen, werden im Februar und März alle Alice-Folder-Stücke im Hengstforder Männeken-Theater gezeigt. Die Krimiwochen beginnen am Freitag, 15. Februar, und am Samstag, 16. Februar, wenn sich jeweils ab 20 Uhr alles um „Erlesene Verbrechen und makellose Morde“ dreht. Zwei Abendveranstaltungen sind auch am Freitag, 22. Februar, ab 20 Uhr und am Samstag, 23. Februar, ab 20 Uhr geplant, wenn es heißt „Die Beförderung – Alice Folder ermittelt wieder“.
Das neue Stück „Die Praxis – Alice Folders dezente Ermittlungen“ ist jeweils ab 20 Uhr am Freitag, 1. März, und am Samstag, 2. März, zu sehen.
Karten für alle Krimiabende können ab sofort telefonisch unter 04489/3194 oder über das Internet unter „www.maenneken-theater.de“ gebucht werden.
