Burhave - Keine „Gezeiten“ ohne das Neptun-Singen: Zum mittlerweile 21. Mal versammelten sich Sangesfreudige am Rondell in Burhave, um dem Meeresgott musikalisch die Ehre zu erweisen. Rund 50 Butjadinger Bürger waren diesmal dabei.

Erneut hatte Myriam Mendelsohn, die den Abend leitete, ein abwechselungsreiches musikalisches Programm ausgearbeitet, das neben neuem und altbekanntem Liedgut auch einige Überraschungen bot. Stimmlich verstärkt wurden die Neptun-Sänger durch einige Mitglieder des Shantychors Butjenter Blinkfüer, der erst jüngst die „Goldene Krabbe“, den Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde, verliehen bekommen hatte. Gäste aus Ruhwarden und Langwarden sangen eifrig mit; einige von ihnen schulen ihre Stimme sonst im Kirchenchor.

So konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, als Hans Scheltwort zu seinem Akkordeon griff und Myriam Mendelsohn mit „Wo de Nordseewellen“ das erste Lied anstimmte. Die plattdeutschen Volksweise „Herrn Pastor sien Kauh“ sei mit ihren vielen Strophen bestens bekannt, sagte sie. Und das bestätigte sich dann auch umgehend.

Anschließend wurde mit „Singen macht Spaß“ ein neuer Kanon eingeübt. Die Melodie war nicht einfach, aber Myriam Mendelsohn war begeistert: „Das hat ja gut geklappt, nun können wir uns einer neuen Herausforderung stellen und ein Experiment wagen“. Das war ein Quodlibet – zwei Tanzlieder wurden dabei gleichzeitig gesungen. „Zum Tanze, da geht ein Mädel“ und „Heißa Kathreinerle“ waren es. Und auch diese Premiere meisterten die Neptun-Sänger, die im Anschluss mit „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ wieder auf bekanntes musikalisches Terrain zurückkehrten.

Schließlich kam auch noch die „Mundorgel“ zum Einsatz. Aus dem guten alten Liederbuch durften sich die Teilnehmer Titel aussuchen.