Oldenburg - Gelebt hat Anton Günther Herzog von Oldenburg vor allem in Schleswig-Holstein, doch seine letzte Ruhestätte findet er in Oldenburg auf dem Gertrudenkirchhof. Immer hatte er sich gewünscht, dass das Mausoleum saniert wird, in dem seine Vorfahren ruhen. Lange hatten dafür die Mittel gefehlt, doch im vergangenen Jahr war die Restaurierung des klassizistischen Gebäudes vollendet worden und Tausende Oldenburger besuchten in Führungen seither das Grabmal und dokumentierten so auch ihre Verbundenheit mit der Familie. In sehr persönlichen Führungen hörten sie viel Wissenswertes von Caroline Herzogin von Oldenburg, der Schwiegertochter des Verstorbenen.
Der Familie gilt das Mitgefühl jener, die seit Sonnabend vom Tod des Herzogs hörten. So sagte etwa Oberbürgermeister Gerd Schwandner: „Das Großherzogtum mag seit hundert Jahren Geschichte sein; für viele Oldenburgerinnen und Oldenburger existiert aber nach wie vor eine emotionale Bindung zu dieser Zeit. Deshalb ist der Tod Anton Günthers, Herzog von Oldenburg, für uns eine traurige Nachricht. Unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen.“
Der Vorsitzende der traditionsreichen Casino-Gesellschaft, Hartwig Lehmkuhl, hatte von Huno von Oldenburg, dem Bruder des Verstorbenen, die Nachricht erhalten. „Ich erinnere mich sehr gern an den Herzog“, meint Hartwig Lehmkuhl. Pferdezüchter Anton Günther hatte ihn bei einem Besuch des Landesturnieres in Rastede einmal durch das Rasteder Schloss und auch den Garten geführt. „Die Gespräche mit ihm waren immer sehr freundlich.“
Als der Herzog im Januar 2013 seinen 90. Geburtstag auf Schloss Güldenstein gefeiert hatte, besuchten ihn auch Abordnungen aus dem Oldenburger Land in Schleswig Holstein, u.a. vom Oldenburger Reiterverband und den Kyffhäusern. Auch zu dem Abschiedsgottesdienst am Sonnabend, 4. Oktober, in der Lambertikirche werden außer der Familie auch viele Weggefährten in Oldenburg erwartet.
Das sanierte Mausoleum hat er nicht mehr besuchen können. Aber er findet dort nun seine letzte Ruhe.
