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Gemeindehaus Herzstück steht seit 50 Jahren

Rahel Arnold

Sande - Das evangelische Gemeindehaus an Sandes Hauptstraße ist nun 50 Jahre alt und die Kirchengemeinde Sande feiert das mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 24. Januar, um 10 Uhr in der St. Magnus-Kirche mit anschließendem öffentlichem Empfang im Gemeindehaus. „Dann werden wir die Geschichte des Gemeindehauses Revue passieren lassen“, kündigt Pastor Gerd Pöppelmeier an. Und nicht nur das: Neben Grußworten unter anderem von Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg werden sich einige der insgesamt 66 Gruppen, die das Gemeindehaus und die alte Pastorei regelmäßig nutzen, der Öffentlichkeit vorstellen. „Jeder hat ungefähr fünf Minuten – das wird sicher spannend“, meint Pöppelmeier.

1965 eingeweiht

Das rund 500 Quadratmeter große Gemeindehaus wurde am 1. November 1965 eingeweiht, damals noch mit einem Flachdach. Der heutige charakteristische Aufbau folgte erst 1997. „Inzwischen sind 50 bewegte Jahre vergangen und das Haus ist Treffpunkt für geistliches Leben, für Begegnung, Bildung und Kultur, besonders auch für die Musik“, sagt Pöppelmeier. Genutzt wird das Gemeindehaus aber nicht nur vom Chor CantaMare, vom Kinderchor und vom St. Magnus-Singkreis, sondern auch der Mini-Club, diverse Handarbeits- und Bastelkreise, die Plattdeutsche Runde, Deutsch-Kurse für Flüchtlinge, das Café Mittendrin, der Kirchenrat und die Konfirmanden nutzen neben vielen anderen die Räume des Gemeindehauses. Hinzu kommen Vorträge, Feste und Veranstaltungen, die das Haus auch weit über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus mit Leben füllen.

„Die Menschen kommen auch aus den Nachbarkommunen, weil wir viel zu bieten haben“, betont Pöppelmeier. Neben den Haupt- und Nebenamtlichen engagieren sich rund 150 Ehrenamtliche im Gemeindehaus Sande. Zudem nutzt auch der in der Nähe gelegene evangelische Kindergarten die Räume. „Hinzu kommen private Kaffeetafeln, etwa bei Beerdigungen“, erklärt Pöppelmeier.

Wie viele Menschen tatsächlich im vergangenen Jahr im Gemeindehaus ein- und ausgegangen sind – diese Zahl hat Kirchenältester Wolfgang Nitsche: „Die ist aber noch geheim und soll erst am 24. Januar bekannt gegeben werden, zum Vergleich haben wir auch eine Besucherzahl aus 1968“, erklärt Pöppelmeier.

Energetisch saniert

Und obwohl das Gemeindehaus nicht nur sehr belebt ist und seit 2014 nach ökofairen Standards bewirtschaftet wird, sondern in den Jahren 2001 bis 2011 auch vollständig energetisch saniert wurde und inzwischen gut 40 Prozent seiner Energie-Kosten einsparen kann, schmälern sich die Zuschüsse der Landeskirche in Oldenburg, zu der auch die Kirchengemeinde Sande zählt.

Hintergrund ist der Zuweisungsschlüssel, der sich nach Quadratmetern des Gemeindehauses geteilt durch die Anzahl der Gemeindeglieder berechnet. Das sind im Fall der Kirchengemeinde Sande 4000 Mitglieder. „Das heißt, dass das Gemeindehaus eigentlich zu groß ist“, sagt Pöppelmeier. Allerdings sei es bis in den letzen Winkel ausgelastet. „Wir können das Minus der Zuschüsse derzeit noch durch Einsparungen bei Energie und die Vermietungen ausgleichen“, erklärt er. Allerdings bleibe die Sorge um die Zukunft.

„Der Zuweisungsschlüssel ist meiner Meinung nach eine gute Grundlage zur Berechnung der Zuschüsse, allerdings müsste es einen weiteren Faktor geben, der die tatsächliche Auslastung und die Lebendigkeit des Hauses mitberücksichtigt“, sagt Pöppelmeier. „Es ist auch für die Ehrenamtlichen in der Kirchengemeinde frustrierend, die sehr viel Energie in die Arbeit hier stecken, wenn immer nur gespart werden muss“, meint Kirchenältester Lothar Mehl.

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