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Ausstellung Hobbykünstler bei Hobbensiefkens zu Gast

Jantje Ziegeler

HESTERN - Mit einem Mix aus etwas Lampenfieber und großer Vorfreude blicken Zita und Fritz Hobbensiefken schon dem kommenden Sonntag, 3. Juli, entgegen. Das kleine bunte Plakat, das als Hintergrundbild ihren Garten zeigt, verkündet schon vorne am Zaun des 3000 Quadratmeter großen Grundstücks in Hestern 3, welche besondere Premiere die Besucher dann an diesem Tag ab 12 Uhr erwarten wird: „Kunst und Kultur“, inklusive einem Programm aus Musik und einer Buchlesung.

14 Hobbykünstler

Vor allem aber wird es die Werke vieler Hobbykünstler zu sehen und erwerben geben: „Insgesamt 14 Aussteller aus Ganderkesee, Harpstedt und Hude sind dabei“, erzählen Hobbensiefkens, die selber auch ausstellen werden. So fertigt Zita Hobbensiefken bereits seit vielen Jahren Seidenmalerei. Angefangen hat sie damit vor 21 Jahren. Außerdem wird sie ein paar selbst aufgenommene Fotos zeigen: „Ich fotografiere gern, und zwar mit der Kamera meines Vaters von 1956. Die macht tolle Bilder“, schwärmt die 69-Jährige.

Holzarbeiten sind dagegen das Metier ihres Mannes Fritz, wie ein Blick in den Garten schon verrät: „Hier und da hab’ ich mal was ausprobiert“, erzählt der 67-Jährige. Und so können Besucher hier eine Arbeit mit den vier Jahreszeiten, dort eine mit der Dreifaltigkeit erspähen. „Und der Kirschbaum hier ist uns kaputt gegangen, da habe ich ein Gesicht in den Baumstumpf gesägt“, erzählt er.

„Außerdem wird Lisa Niemann, eine ältere Dame, mit einem Spinnrad dabei sein. Wenn es klappt, wird sie aus Kokons Seide spinnen“, kündigen die beiden an, „des Weiteren sind eine Dame, die mit einer Säge aus Holz Skulpturen sägt, mehrere Malerinnen, eine Töpferin, ein Holzschnitzer und eine Floristin, die nur Naturmaterialien benutzt, mit von der Partie.“ Auch eine Dame im Rollstuhl, die gerne Socken strickt, sowie Kunst aus Stroh und Heu werden im Privatgarten zu sehen sein – übrigens bei freiem Eintritt. Auf Spendenbasis läuft zudem das Kaffee- und Kuchenangebot.

Hilfe zugesagt

„Unsere beiden Töchter wollen uns auch unterstützen“, freut sich Zita Hobbensiefken, die sich für den Gesprächskreis pflegender Angehöriger einsetzt. Außerdem arbeiten beide für den Sitterdienst für pflegende Angehörige.

Allein um einen Blick in den schönen großen Garten zu werfen, der früher reines Ackerland war, lohnt sich ein Besuch am Sonntag. Neben Gemüsegarten, Klatschmohn und dem Mammutbaum – laut Fritz Hobbensiefken der zweitgrößte der Gemeinde – gibt es künstlerische Einfälle zu entdecken: zum Beispiel den „Baum der verlorenen Herzen“. „Der Baum an sich ist nicht so schön gewachsen“, meinen Hobbensiefkens, „aber wir hängen hier kleine Herzen auf. Viele bringen uns statt Blumen mittlerweile schon Herzen mit.“

Das Rahmenprogramm sieht zudem Gitarrenmusik von Petra Bach um 13 Uhr, eine Lesung mit Helga Bürster um 14 Uhr, Bläsermusik um 15.30 Uhr und eine Trommlergruppe um 17 Uhr vor.

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