Elsfleth/London - Wenn zum Abschluss des Konzerts in der Londoner Royal-Albert-Hall das berühmte Musikwerk Edward Elgars „Land of Hope and Glory“ aus „Pomp and Circumstance” sowie Thomas Arnes „Rule Britannia“ erklingen, dann bilden alle Zuhörer eine Kette und stimmen in die Melodien mit ein. Diese legendäre „Last Night of the Proms“ ist der spektakuläre Höhepunkt der britischen Promenadenkonzerte. Und weil die Royal-Albert-Hall den Andrang nicht mehr bewältigen konnte, wird seit 1996 im Hyde-Park die „Proms in the Park“ gefeiert.
Unvergessliches Konzert
Am 12. September ist es in London wieder so weit. Und auch in Elsfleth hat der Kulturverein mit den Vorbereitungen begonnen, um vielen Gästen an diesem Tag ein unvergessliches Konzertereignis zu bescheren. Denn erstmals soll auch im Heye-Park eine „Last Night of the Proms“ gefeiert werden. „An diesem Abend wird der Heye-Park zum Hyde-Park“, verspricht Renate Detje, Vorsitzende des Kulturvereins Elsfleth. Auftreten werden ab 19.30 Uhr das Kammerorchester St.-Anna-Bardenfleth unter der Leitung von Jason Weaver vom Staatstheater Oldenburg sowie das Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen unter der Leitung von Peter Abbenseth. Die beiden Orchester würden abwechselnd die bekanntesten Kompositionen aus den Last Nights spielen, sagt Renate Detje.
Keine Zuwendungen
Es ist aller Ehren wert, dass der Kulturverein, der keine finanziellen Zuwendungen erhält und dessen Mitglieder sich ehrenamtlich engagieren, eines der weltgrößten klassischen Musikfestivals nach Elsfleth holt. Denn nach dem Konzert, zu dem 300 bis 400 Zuhörer erwartet werden, können sich die Teilnehmer noch auf einen weiteren Höhepunkt freuen: „Nach dem Konzert im Heye-Park schalten wir live nach London und übetragen das Konzert auf einer Großbildleinwand“, schildert Renate Detje und lädt alle Interessierten dazu ein: „Seien sie dabei und genießen Sie englischen Flair im Heye-Park.“ Es werde zwar eine Bestuhlung geben, wer möchte, könnte aber auch eine Decke zum Picknicken mitbringen, merkt sie an.
Obwohl die Aufführung des Konzerts gesichert ist, sind nach den Worten von Renate Detje Sponsoren immer gerne willkommen. Derweil haben die beiden Dirigenten der Orchester aus Bardenfleth und Rodenkirchen mit den Planungen begonnen. „Sie stellen schon das Programm zusammen“, merkt Renate Detje an. Mit den Proben könnte auch bald begonnen werden.
Jetzt heißt es für alle Beteiligten „Daumen drücken“: Wie im Londoner Hyde-Park steht und fällt die Elsflether „Last Night of the Proms“ mit dem Wetter.
