Hiddigwardermoor - Wie gut, dass es so viele Radfahrbegeisterte rund um Hiddigwardermoor gibt. Wären all die vielen Besucher bei der Pfingstfeier der Moorlü mit dem Auto angereist, wäre es sicher etwas eng auf den Straßen des beschaulichen Berner Ortsteils geworden.

Bei allerbestem Wetter bot die Veranstaltung vom Morgen bis in die späte Nacht für nahezu jeden Geschmack ein passendes Ausflugsziel. Den Auftakt im gut besuchten Festzelt machte traditionell Pastor Ingmar Hammann mit einem plattdeutschen Gottesdienst. Statt der Orgel, sorgte dabei wieder der Posaunenchor für die musikalische Begleitung. Und kräftig in die Instrumente geblasen wurde auch anschließend vom Musikzug Bookholzberg, der es in bayrischer Tracht hervorragend verstand, für allerbeste Stimmung zu sorgen. Gerne wurde bei den eingängigen Melodien mit dem Sitznachbarn auf Tuchfühlung gegangen, um ordentlich mitzuschunkeln.

Danach hieß es schnell abbauen, um Platz für die beiden sehnlichst erwarteten Kuchentresen und das Duo Concord zu machen. Im Pavillon liefen derweil die Kaffeemaschinen auf Hochtouren. Schon als noch gar nicht alles an seinem Platz war, hatten sich bereits lange Warteschlangen gebildet.

Eine Gruppe aus Ganderkesee war gut an den roten Mützen zu erkennen. Gleich eine ganze Torte holte sich der Familienclan, dessen Geschwister nebst „Anhang“ an jedem Pfingstsonntag ihr Treffen veranstalten. „Und Pfingsten ins Moor…“ gefällt ihnen seit langem gut für diese Zusammenkunft, hieß es begeistert.

Bereits einen reservierten Stammtisch haben die Mitglieder der Bardenflether Dorfgemeinschaft. Sie reisen, egal wie das Wetter ist, mit dem Fahrrad an und hatten erstmals „tierische“ Begleitung. Seit dem Schrottwichteln in der Weihnachtszeit ist der krähende Gockel „Konstantin“ bei allen Unternehmungen als Maskottchen dabei.

Auf der Wiese nebenan hatte der Nachwuchs derweil seinen Spaß beim Schminken, auf der Strohrutsche oder beim Kaninchenstreicheln. Ida wagte ganz alleine große Sprünge auf der Hasenhüpfburg, Yannick war sich mit seinem Vater nicht ganz einig, ob es nun drei oder fünf „Edelsteine“ waren, die er aus dem Sand gesiebt hatte.

Für viele Lacher sorgte am Nachmittag Alleinunterhalter Uwe Siekmann. Nachdem am Abend feierlich der abwechselnd von verschiedenen Nachbarschaften der Moorlü gebundene Pfingstkranz aufgehängt war, ging es mit der Musik von DJ Michael im Festzelt weiter. Bis in den frühen Morgen war dort die Stimmung bestens.