Hamburg - In den vergangenen Jahren ist die Karriere von Russell Crowe etwas ins Schlingern geraten. Einigen wenigen Kassenhits wie dem Actionfilm „Man of Steel“ stehen mehrere Flops gegenüber, darunter das prominent besetzte „Broken City“ und „Winter’s Tale“. Als alttestamentarischer Bootsbauer in „Noah“ aber nahm der in Neuseeland geborene und in Australien aufgewachsene Schauspieler wieder ordentlich Fahrt auf.

Überhaupt läuft es vor der Kamera momentan recht gut: In der Komödie „The Nice Guys“ zeigt der 52-Jährige gerade seine komische Seite, und in dem Melodram „Väter und Töchter – Ein ganzes Leben“ rührt der Schauspieler als alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter nun herzerweichend zu Tränen. Der Film startet am Donnerstag in unseren Kinos.

New York, 1989: Der erfolgreiche Schriftsteller Jake Davis muss seine Tochter Katie alleine großziehen, nachdem seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam – bei dem er am Steuer saß. Dieses Unglück hat ihn schwer gezeichnet. Seelisch und körperlich: Immer wieder hat er mit schweren Anfällen zu kämpfen. Um sich selbst wieder in den Griff zu bekommen, weist er sich selbst für mehrere Monate in eine Klinik ein.

25 Jahre später: Katie (Amanda Seyfried) ist scheinbar eine selbstbewusste Frau geworden – und doch leidet sie am Leben. „Ich empfinde keine Liebe“, sagt sie. Der Schlüssel zu Katie liegt natürlich in ihrer Kindheit. Und das entschlüsselt der Film auf sehr gekonnte Weise.

Bis in die Nebenrollen hinein ist „Väter und Töchter“ glänzend besetzt. Neben Russell Crowe und einer großartigen Amanda Seyfried glänzen Jane Fonda, Quvenzhané Wallis, Octavia Spencer und Diane Kruger. Dass das Ganze auch funktioniert, dafür sorgt Gabriele Muccino. Der italienische Regisseur hat sich mit den Will-Smith-Dramen „Das Streben nach Glück“ und „Sieben Leben“ als Spezialist für hemmungslose Rührstücke empfohlen.