Rastede - Spaß muss sein: Und in der neuen Ausstellung im Palais Rastede ist Lachen sogar garantiert. Ab Sonntag werden dort unter dem Titel „Satirische Reflexionen“ Cartoons gezeigt, die aus der Feder des Edewechter Künstlers Sobe stammen. Die sind mal lustig, mal bissig, aber auch hintersinnig und bisweilen böse.
„Da ist für jeden etwas dabei“, sagt Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben am Mittwoch bei einem Rundgang durch die Ausstellung. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Kunst- und Kulturkreises Rastede sind da noch eifrig dabei, die gut 90 Arbeiten an den Wänden aufzuhängen.
Eine Zeichnung zeigt zum Beispiel zwei Köche im Gespräch. Der eine sagt: „Ich hasse unseren Beruf, egal, was wir machen, letztendlich wird alles scheiße.“ Eine andere Zeichnung zeigt ein Auto, das gerade in eine Schrottpresse gehoben wird. Der Text dazu: „Glaubst du an die Wiedergeburt?“
„Wir haben heute schon tüchtig gelacht“, sagt Renate Loquay, eine der Helferinnen beim Aufbau der Ausstellung, und meint: „Das ist mal eine richtig lustige Ausstellung.“ Helferin Erika Mann pflichtet ihr bei: „Das macht richtig Spaß.“
Mit mehr als 90 Arbeiten des Cartoonzeichners Sobe, der eigentlich Peter Zimmer heißt, hängen an den Wänden im Palais so viele Kunstwerke wie schon lange nicht mehr bei einer Ausstellung, sagt Claudia Thoben. Und überhaupt: Eine reine Cartoon-Ausstellung habe es im Palais sicherlich seit 20 Jahren nicht mehr gegeben.
Die Cartoons sind nach verschiedenen Themengebieten in den einzelnen Räumen des Palais aufgehängt worden. Es geht um Politik, Vampire, Erotik, die sieben Todsünden, Gartenzwerge, Umwelt und Gesellschaftspolitisches, sagt Claudia Thoben.
„Vieles basiert auf realen Geschichten, die der Künstler erlebt und dann weiterentwickelt hat“, erzählt die Palais-Leiterin. Sie habe den Eindruck, dass er viel offener für gewisse Augenblicke ist, wenn er durch die Welt geht.
