Stapelfeld - Das Feuer knistert im Kamin. In der Luft hängt der Geruch von Punsch, Spekulatius und Zimt. Die Besucher der „Wienacht an’n Kamin“ in der Katholischen Akademie Stapelfeld werden auf den Abend eingestimmt. Das hat im Kardinal-von-Galen-Haus in der Adventszeit Tradition.
Auch diesmal haben die Schriewerslüüe der Plattdüütsch Warkstäe Stapelfeldneue Gedichte und Erzählungen geschrieben, um sie einem meist vertrauten Publikum vorzutragen. Die Autoren begeisterten ihr Publikum bereits zum 24. Mal. Heinrich Siefer, der „Baos van de Plattdüütsch Warkstäe“ freute sich über das große Interesse an dieser Veranstaltung.
Die Autoren hatten nachdenkliche und zum Schmunzeln anregende Texte mitgebracht. Sie griffen die Weihnachtsbotschaft in ganz unterschiedlichen Facetten auf. Mal als Nacherzählung der Geburt Jesu in klangvollem emsländischen Platt von Josef Schulte (Groß-Hesepe), oder als moderne Geschichte der Herbergssuche in einer Feldscheune im Oldenburger Münsterland von Helga Hürkamp (Kroge).
Von einem Weihnachtstraum von Frieden und grenzenloser Gemeinschaft erzählte Karl Heinz Lübbehüsen (Lastrup). Schmunzeln mussten die Zuhörer, als die Lohnerin Maria von Höfen von einer traumhaften „Himmelsreise“ berichtet, die ein Opa macht, der am Heiligen Abend im Sessel lt, während er auf das Christkind wartet. Musikalisch untermalte die Gruppe „Viertakter“ (Katharina Abeln, Petra Ellmann-Sieverding, Heribert Macke und Josef Schürfmann den Abend. 2016 feiert die Warkstäe dann 25 Jahre „Wiehnacht an’n Kamin“.
