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Kulturverein Hits wie Perlen auf der Kette

Evelyn Eischeid

Elsfleth - „Won’t forget these days“ heißt es im Hit der Band Fury in the Slaughterhouse. „Won’t forget this evening” – hieß es am Freitagabend im Elsflether Heye-Saal nach einem Konzert der eher ungewohnten Art. Nachdem der Kulturverein seine Freunde in der Vergangenheit mit Kleinkunst und Kabarett, Folkkonzerten, Lesungen und Theater verwöhnt hatte, stand ein Experiment auf dem Prüfstand: Das Trio „Triple B“ – Janina, Bernd und Jochen – rockte den Heye Saal bis zum Exzess. Drei Stimmen und zwei Gitarren – das reichte, um die Gäste zum Jubeln, zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren. Es reichte, um nach 25 Songs quer durch die Rock-und Popgeschichte der letzten Jahrzehnte mit einem nicht enden wollendem Applaus und „standing ovations“ noch einmal drei Zugaben aus den „Fanta Drei“ heraus zu kitzeln.

Ein Repertoire von Johnny Cash bis AC/DC hatte „Triple B“ versprochen, es wurde natürlich noch viel mehr und „Private Emotions“ wie bei Ricky Martin waren an diesem Abend nicht mehr privat – die Interaktion zwischen „Triple B“ und ihren Gästen zeichnete sich in vielen Songs durch eine gemeinsame Choraktivität aus.

Gute Stimmung

„Ihr seid schließlich nicht zum Vergnügen hier“, juxte Jochen Wessels, im „normalen“ Leben Rektor der Oberschule an der Wurpstraße, er und seine Mitstreiter heizten die Besucher zum Mitmachen an, bis die Hütte kochte.

„Time after time“ steigerte sich die Band mit Songs von Cindy Lauper und Ronan Keating, von Whitesnake, David Bowie oder Gary Moore. Dann einer der Höhepunkte, mit dem Rockröhre Janina die Zuhörer in Gänsehautstimmung versetzte.

Alles ohne Whisky

Im Gegensatz zur legendären Janis Joplin, die vor dem Song „Me and my Bobby McGee“ dringend eine Flasche Whisky brauchte, um sich in Stimmung zu keuchen, entpuppte sich Janina als Naturtalent, und das faszinierte Publikum rettete seine Ergriffenheit gemeinsam mit Janina in einen nicht enden wollenden Chorsatz: „Na, na, na, na, nana…“ Vor der Pause noch ein Song, bei dem Jochen mit Hingebung seine Reibeisenstimme quälten durfte. Beim einzigen deutschen Beitrag im Repertoire, „Fernweh“ von der Gruppe Ohrenfeindt, hörte man förmlich den Achtzylinder der 50er Jahre durch die Pampa röhren.

Im zweiten Teil des Konzerts reihen sich die Höhepunkte wie Perlen auf eine Kette, immer mehr Applaus für die Hits von Fury, Manfred Mann, Glee, Rihanna, Jubel für Tina Turners „Nutbush City“ und „Highway to Hell“ der Band AC/DC. Fix noch ein Trip nach Sansibar, dort hatte vor Jahren Achim Reichel von den „Rattles“ das Paradies vermutet und es mit den Ozeanischen Inseln im Pazifik verwechselt. macht aber nichts: „Aloha Heja“ klingt überall und besonders im Heye-Saal schön.

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