Hohenböken - Stolz und edel steht der neue Hohenbökener Ganter auf seinem Sockel. Nachts wird die mit Klarlack behandelte Skulptur künftig angeleuchtet werden, die Villa Hohenböken, die der Ganter auf der vorgereckten Brust trägt, wird also auch in der Nacht erstrahlen. „Er sieht einfach toll aus“, freut sich Tinke Schmidt, die zusammen mit Rainer Tönjes die Villa betreibt.
Dabei wäre es fast nicht zur Ganterlandung, der 85. insgesamt und der sechsten in diesem Jahr, gekommen. Das liegt nicht an Problemen bei der Lieferung der Skulptur oder mangelnder Inspiration bei Künstlerin Margit Kiel. „Ich habe mich beim Malen so in die Skulptur verliebt, ich wollte sie gar nicht mehr hergeben“, gesteht die Künstlerin von der Malwerkstatt Delmenhorst.
Letztendlich konnte sich Kiel dann doch von Ganter 85 trennen, sehr zur Freude von Tinke Schmidt und Rainer Tönjes. Denn auch die finden für die Skulptur, die die Besucher jetzt direkt an der Einfahrt zur Villa Hohenböken begrüßt, nur lobende Worte. „Er ist wirklich sehr gelungen und passt hier mit dem Gold und dem Weiß wirklich gut hin“, sagt Rainer Tönjes mit Blick auf die Figur auf dem Mosaik-Sockel. „Sehr bunt hätte hier nicht hingepasst“, ist sich Tönjes sicher.
„Mit dem Lack hat er auch noch an Strahlkraft gewonnen“, freut sich Künstlerin Kiel. Und auch Ulrich Thalmann, Vorsitzender der Malwerkstatt Delmenhorst, und Renate Marksfeld aus dem Malwerkstatt-Vorstand freuen sich über das Werk „ihrer“ Künstlerin. „Sowas sollte es auch in Delmenhorst geben“, ist Marksfeld überzeugt. „Die ganzen Ganter sind schon ein wirklicher Hingucker, auch für Auswärtige.“
Für Schmidt und Tönjes ist die Skulptur der Start für eine kulturelle Öffnung des Hauses. Beide wollen „mehr Kunst und Kultur in die Villa holen“, so Schmidt. Im kommenden Jahr soll es damit losgehen.
Der Ganter erfüllt auch einen guten Zweck: Mit dem Verkauf der Skulpturen finanziert der Verein Ganter-Art soziale Projekte in der Gemeinde, erklärt Vorsitzender Ecco Eichhorn.
