HOHENKIRCHEN - Die Qualität des ambulanten Pflegedienstes der Diakonie-Sozialstation Wangerland ist spitze: Das belegt eine Prüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Niedersachsen. Er bescheinigt der Diakonie-Sozialstation mit 1,2 Punkten ein „sehr gut“. Der Landesdurchschnitt der geprüften 665 ambulanten Dienste von insgesamt 1191 Pflegediensten liegt hingegen bei der Note 2,1.

Darüber freuen sich natürlich die sechs Mitarbeiterinnen, ein Mitarbeiter und die Leiterin der Sozialstation, Schwester Käthe Weise.

Knapp 70 Patienten und Patientinnen werden von der Diakonie in Hohenkirchen am Kattrepel hinter dem Rathaus betreut. Neben der vom Arzt verordneten medizinischen Hilfe wie der Versorgung chronischer Wunden und dem Anlegen von Kompressionsstrümpfen leisten die Mitarbeiterinnen auch pflegerische Aufgaben. „Hier geht es zum großen Teil altersbedingt um die Grundpflege“, sagt Schwester Käthe: Noch vor knapp über 20 Jahren wurden alte Menschen von den Angehörigen gepflegt. „Heute sind die älteren Menschen viel eher bereit, den Pflegedienst in Anspruch zu nehmen“, sagt Pfleger Frank Meints.

Und noch etwas habe sich geändert: Heute müsse jede Maßnahme bei den Patienten dokumentiert werden und anschließend in der Sozialstation noch einmal. „Das bindet Zeit, die früher den Menschen zugute kam“, weiß Meints, der seit 26 Jahren als Pfleger arbeitet. Außerdem müsse bei jedem Einzelfall nach einem Ablaufplan verfahren werden, der Standards wie die am Anfang einer Behandlung stehende Desinfektion beinhaltet, berichtet Schwester Käthe.

Doch nicht nur von außen wird die Arbeit der Sozialstation betrachtet, sondern die Mitarbeiter werden immer wieder in der Wundversorgung und in der Qualitätsverbesserung weitergebildet.

Die Sozialstation Wangerland liefert neben ihrer eigentlichen Tätigkeit an 17 Personen auch Essen aus und ist Ansprechpartnerin für Angehörige und Pflegebedürftige bei Fragen zur Pflegegeldeinstufung. „Wir helfen auch gern beim Ausfüllen der Anträge“, so Schwester Käthe.

Träger der Diakonie sind die Gemeinde Wangerland mit 49 Prozent und das Diakonische Werk Wilhelmshaven mit 51 Prozent Anteil an der Einrichtung. Früher waren es gleichberechtigt die ev. Kirchengemeinde Hohenkirchen und die Gemeinde Wangerland.

Die Diakonie ist rund um die Uhr unter Tel. 04463/ 5903 zu erreichen. Die meisten Patienten sind zudem über einen Notruf mit der Station verbunden.