HOHENKIRCHEN - Einstimmigkeit herrschte am Dienstag bei vielen Entscheidungen im Rat der Gemeinde Wangerland. So gaben die Ratsmitglieder grünes Licht für den Bebauungsplan Hohenkirchen mit dem touristischen See und dem zukünfitgen Bebauungsgebiet, beschlossen das zum 1. Januar einzuführende neue Kindergartenkonzept, die gerundeten Entgeltbeträge für die Kindergärten und eine Anhebung des Getränkegeldes pro Kind und Monat von 2,56 Euro auf vier Euro.
Außerdem sprachen sie sich für eine Rechtsformänderung der Diakonie-Sozialstation Wangerland aus. Diese soll ab dem 1. Januar zu einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung werden. Die Geschäftsführung liegt beim Rentamt in Jever.
Auch beim Kooperationsvertrag zwischen dem Zweckverband Schlossmuseum Jever und der Gemeinde Wangerland gab es keinen Widerspruch. Nach diesem Vertrag sollen die Verwaltungsarbeiten für das Künstlerhaus in Hooksiel vom Musum in Jever erledigt werden. Entscheidungen über Ausstellungen oder die Arbeit im Künstlerhaus fallen im neugegründeten Kulturausschuss. Ein Ziel der Zusammenarbeit mit Jever soll sein, den museumspädagogischen Anteil zu erhöhen.
Entlastung wurde dem Bürgermeister für die Jahresrechnung 2006 erteilt. Ferner wurde der Richtlinie zur Förderung des Wohnungsbaues für Familien mit Kindern zugestimmt, allerdings bei zwei Gegenstimmen. Die Gesamtsumme soll in den Haushaltsberatungen festgelegt werden. Familien, die ins Wangerland ziehen und hier bauen, erhalten für ein Kind 2500 Euro. Maximal beträgt die Fördersumme 5000 Euro.
Bei der Anhebung der Steuer von Zweitwohungen gab es ebenfalls zwei Gegenstimmen sowie eine Enthaltung. Die Gemeinde erhöht die Zweitwohnungssteuer um zwölf Prozent. Sie verspricht sich davon eine Mehreinnahme von 50 000 Euro im Jahr. Im Wangerland gibt es derzeit rund 1300 Zweitwohnungen.
