HOLLRIEDE - Am 16. November 1951 wurden Helene und Karl Heibült in der Kirche zu Ockenhausen getraut, an diesem Mittwoch feiern sie ihre Diamantene Hochzeit. „Mit Rad sünd wi to erst na’t Standesamt in Needörp un denn na de Kark in Ockenhusen föhrt“, ist dem Jubel-Paar noch lebhaft vor Augen. Die Grüne Hochzeit wurde in Meinersfehn auf der Diele bei den Brauteltern gefeiert. Frauen aus der Nachbarschaft und der Familie bereiteten das Hochzeitsessen mit Hühnersuppe und Braten zu. Natürlich gab es auch selbst gebrannten Schnaps. Die Braut hatte ein dunkelblaues Kleid an, dazu einen weißen Schleier.

Kennen gelernt haben sich Helene Caspers und Karl Heibült 1949 in Stapel auf dem Boßelball.

1930 wurde Helene Caspers in Meinersfehn geboren. Hier wuchs sie auf und nach der Schulzeit war sie in Haushalten in Stellung. Karl Heibült, 1927 in Grünenkamp geboren, kam 1930 nach Hollriede. Die Familie baute hier ein Haus mit Stallungen. Das junge Ehepaar Heibült hat die Landwirtschaft fortgeführt, später als Nebenerwerb. Zusätzlich hat Karl Heibült bei Firma Ziese und bis zum Renteneintritt beim Bauhof der Stadt Westerstede gearbeitet. Lange Jahre hat er zu Weihnachten eigene Tannenbäume verkauft.

„Wi holt all tosammen - dat is moie un dor freit wi us to“, legt das Diamantene Paar stets viel Wert auf ein harmonisches Familienleben.

1950 hat Karl Heibült die Freiwillige Feuerwehr Hollriede mit gegründet, heute gehört er den Alterskameraden an. Helene und Karl sind Mitglied im SoVD-Ortsverband Hollriede-Tarbarg, außerdem nehmen sie regelmäßig am Altennachmittag Hollriede-Tarbarg teil.

Zu den Gratulanten gehören vier Kinder, Schwiegerkinder, sieben Enkelkinder und ein Urenkel.