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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Hollywoods Regisseurin für explosive Stoffe

22.11.2016

Los Angeles Mit ihrem Low-Budget-Film „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ schrieb Kathryn Bigelow Hollywoodgeschichte. Bei der Oscar-Verleihung 2010 stemmte die durchtrainierte Powerfrau gleich zwei Oscar-Statuen in die Höhe. Ihr Kriegsdrama „The Hurt Locker“ war mit sechs Preisen, darunter in den Königskategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“, der Oscar-Abräumer.

Als erste Regisseurin in mehr als 80 Jahren Oscar-Geschichte konnte sie die männliche Konkurrenz in die Knie zwingen, darunter auch ihren Ex-Ehemann, „Avatar“-Regisseur James Cameron.

„The Hurt Locker“ war Bigelows achter Spielfilm. 2013 folgte „Zero Dark Thirty“ über die Jagd auf Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Der Film mit gnadenlosen Folterszenen brachte der Regisseurin eine weitere Oscar-Nominierung ein, als Produzentin in der Sparte „Bester Film“.

Am 27. November wird Bigelow 65 Jahre alt – und packt schon wieder einen brisanten Stoff an, diesmal in ihrer amerikanischen Heimat. Mit einer Star-Riege um John Boyega und Anthony Mackie dreht sie einen noch titellosen Film über die schweren Rassenunruhen in Detroit im US-Bundesstaat Michigan im Juli 1967.

Zuletzt begab sich die Regisseurin für einen Kurzfilm über Wilderei und Elfenbeinhandel in den Kongo. Im Garamba-Nationalpark begleitete sie Park-Ranger, die unter Lebensgefahr Elefanten vor Wilderern schützen. „Wir müssen das sinnlose Abschlachten dieser prächtigen und empfindsamen Tiere stoppen, wenn nicht wir, wer dann?“, sagte Bigelow.

Mit 30 Jahren drehte die gebürtige Kalifornierin ihren ersten Spielfilm. Für das Biker-Drama „Die Lieblosen“ – im Stil von Marlon Brandos „Der Wilde“ – holte sie Willem Dafoe vor die Kamera. In dem Cop-Thriller „Blue Steel“ (1990) machte sie Jamie Lee Curtis als Polizistin, die einen Serienkiller austrickst, zur Heldin.

Ein Jahr später schleuste sie Keanu Reeves in „Point Break – Gefährliche Brandung“ als Agent in die Surfer-Szene ein. Produziert wurde der Thriller von ihrem damaligen Ehemann Cameron. Das Power-Paar hielt es nur zwei Jahre miteinander aus.

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