Hooksiel - Axel (Thomas Ulfers), Finanzbeamter und Pedant, führt ein geordnetes Leben mit Brauselimonade statt Alkohol und ausgeprägtem Putzfimmel. Doch als er eines Morgens aufwacht, ist alles anders: Er ist keine Jungfrau mehr und neben ihm im Bett liegt eine fremde Frau. Lisa (Anja Harms-Janssen) ist Malerin und auf der Suche nach einem Mann und einem Heim – und der brave und ordentliche Axel scheint ihr der Richtige zu sein.
Das neue Stück der Hooksieler Theatergruppe „Kien Mann för een Nacht“ aus der Feder von Uschi Schilling und ins Plattdeutsche übertragen von Günter Drewes hat es in sich: Dafür sorgt insbesondere Axels neugierige Nachbarin Gundula (Monika Künken), die gerne zu den Nachbarn zum „Borgen“ kommt und dank Leiter auch das Geschehen hinter Nachbars Fenster bestens im Blick hat – aber kaum kapiert, was sie sieht.
Aber auch Axels tyrannische Schwester Isolde (Petzra Warrings) sorgt für gewaltigen Wirbel: Sie hat nicht nur beide Daumen auf ihrem Mann Alfred (Rainer Popken), sondern auch auf ihrer „kleinen“ Nichte Susanne. Doch wie sich zeigt, hat der unterdrückte Alfred es faustdick hinter den Ohren – er endet nackt im Kleiderschrank. Und zwar zusammen mit Malerin Lisa.
Und wenn dann noch die Heizung ausfällt und ein Wasserrohrbruch den ganzen Keller unter Wasser setzt, verstricken sich alle schnell in kaum aufzulösende Verwicklungen.
„Kien Mann för een Nacht“ ist ein urkomischer Schwank – die Zeit zwischen den Jahren und der Januar in Hooksiel wird sicherlich sehr lustig. Das Stück strotzt vor eindeutigen Zweideutigkeiten und Ausflügen ins Anzügliche, Wortspielen und Witzeleien mit Fremdwörtern – Isolde ist ganz groß darin, stets das falsche Wort zu treffen.
Und am Ende gibt es tatsächlich eine Überraschung.
Premiere von „Kien Mann för een Nacht“ ist wie immer am Tag nach Weihnachten, am Mittwoch, 27. Dezember. Der Vorhang hebt sich um 20 Uhr im Gästehaus. Zehn weitere Aufführungstermine gibt es dann bis 20. Januar.
