HOOKSIEL - Ihre Goldene Hochzeit feiern an diesem Sonnabend die Eheleute Anna Göken, geborene Haller, und Alwin Göken in Hooksiel. Beide verlebten ihre Jugend in Wüppelser Altendeich, doch so richtig gefunkt hat es erst später Mitte der 1950er Jahre bei einer Maibaumfeier in Hooksiel.

Zwei Kinder brachte Anna Göken mit in die Ehe, die 1959 besiegelt wurde. 1961 zog das Ehepaar mit den beiden Kindern in das von Alwin Göken selbst erbaute Haus an der Georg-Adden-Straße in Hooksiel ein.

Als vielseitiger Bauarbeiter erfüllte sich der Ehemann und Vater den Traum von einem eigenen Heim, das er in Eigenarbeit mit seinem Schwager baute. „Bis auf den Elektriker und den Installateur haben wir keine anderen Handwerker benötigt“, zeigt sich Göken immer noch stolz.

Nach dem Umzug blieb Anna Göken mehr Zeit für die Kinder. Zuvor hatte sie das Friseurhandwerke erlernt und war dann zwei Jahre lang bei Olympia in Wilhelmshaven tätig. Doch ihrer Leidenschaft, der Kellnerei, blieb sie ab 1958 zwanzig Jahre im Jeverländischen Hof in Hooksiel und am Strand von Hooksiel treu.

Mit 51 Jahren sattelte Alwin Göken noch einmal um und ging zur Kurverwaltung Wangerland. Hier war er als Strandwärter und als Hausmeister im Hallenwellenbad in Hooksiel tätig.

Eine Leidenschaft vereinte die Eheleute viele Jahre: Sie gingen gerne zusammen angeln. Das aber gehört der Vergangenheit an. Dafür fahren sie heute gerne gemeinsam im eigenen Wagen über Land. „Dann sind wir glücklich“, sagt Göken.

Er selbst bezeichnet sich mit Blick auf seine Hühner, Kaninchen und seinen Hund als „Kleinbauer“. Dazu kommt noch der Garten, den beide bewirtschaften. Beide sind stolz auf die gute Nachbarschaft. Die Antwort auf die Frage nach einem Rezept für eine 50-jährige Ehe kommt prompt: „Man muss sich gegenseitig entgegenkommen – und es muss auch mal rauchen.“

Ihren Ehrentag feiern Anna und Alwin Göken heute im Familienkreis mit der Tochter und vier Enkelkindern.