Horum - Utbucht was lest Sönndagavend de oll Molkeree to ’n plattdüütsch Klöönsnack in Horum. Nett as immer worr düchtig mit Tee, Brood, Botter un lecker Schink vespert. De plattdüütsch Klöönsnack löpt ut. De Krog in de oll Molkeree givt dat bold nich mehr. De jung Lüd van Bernhard Eden makt wat Neeis. In de Kroog givt dat tokomend Jahr een Spöölschüür. De letzte Klöönsnack is an 15. Dezember mit Dreebladd un „Wienachten een bietje anners“.

Gliek ton’n Anfang leep Suntke Buß ut Tengshusen mit sien Lateern, in de Saal un sung „Mien lüttje Lateern, ick hebb die so gern“. He versteiht sik up Platt un hett dat in de School in Tettens övt un snackt dat ok geern up dat Gymnasium. Dat hett de Lüüd blieb makt un de recht Luun för de Avend brocht. As Martin Luther torecht makt, sloog Wieland Rosenboom de 95 Thesen an de Döör un mahnde an de Reformator.

Wieland Rosenboom hett an disse Avend dat Platt so rechtschapen upläven laten. Er stellte an diesem Abend wangerländische Geschichte, Honorationen un dit un dat auf seine ureigene Art vor. Wieland Rosenbohm ist zu einer Stimme des Wangerlands geworden. Er versteht es, Heiteres und Besinnliches wohldosiert vorzutragen und stellt die Ereignisse des Wangerlands liebevoll in seinem wohlklingenden Platt vor.

Appel, Mandarine und en Hand vull Nöten gev dat bi Tant Baumann to Martini, vertell Wieland över dat Martinilopen. Als er mit seiner Gruppe statt des Bummel-Laterne-Lieds „Martinus Luther war ein Christ“ im nächsten Jahr auf Platt sang, verteilte sie im Folgejahr eine Tafel Schokolade, erzählte er. Und er sang das Lied natürlich up Platt vor. Rosenboom erzählte vom neuen Rettungsboot in Horumersiel und dem „Utkiek, wo man nich rup kann. De Gesetze laat dat nicht to“.

In der Kluft der Seenotretter berichtete er viel von der Arbeit auf dem Rettungsboot. Kritisierte dazu auch den überbordenden Regulierungswahn und vertell, wat se nu all lehren mussen un mööt ok tweemal in’t Jahr in en Schipp in Neustadt in Holstein öven.

Vor einigen Jahrzehnten sind die Seenotretter von Horumersiel nach Bremen zum Freimarkt gesegelt. Dat mooi Tüüg in de Kuffer, umtrecken und dann gung dat in de swart Anzug un blank putzt Scho los. Up de Markt woor düchtig en drunken und dann sleepen se ünnert Seil un schipperten annern Dag weer na Huus...

To’n Klönsnack in Horum hört ok de Platters. Uwe un Hartwig seegt immer to, das se wat nees singt un nöögden de Lüüd faken to ’n Mitsingen. Sönndagavend spöölden se „Les Champs-Élysées“ op Platt torecht makt to’n „Urlaub an de See“.

Horst Janßen, Baas van de plattdüütsche Klöönsnack van de Jeverländische Altertums- un Heimatvereen, vertell Döntjes.