Horumersiel - Ein Museum für Modelle von Rettungsbooten und Rettungsschiffen soll es in Horumersiel auch in Zukunft geben. Dafür warb Wieland Rosenboom, Vorsitzender des Vereins Historische Seenotrettung Horumersiel, jetzt in der Sitzung des Tourismus-Ausschusses.
Bisherige herausragende Ergebnisse der Arbeit des Vereins waren die Restaurierung des Rettungsboots „August Grassow“ und der Wiederaufbau des „Hohen Stuhls“ in Horumersiel, ein Nachbau des früheren Ausgucks für Rettungsmänner am Hafen.
Im Frühjahr hatte der Verein eine Modellbauausstellung eröffnet, die die Entwicklung in der Seenotrettung bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zeigt. Die Minischiffe der Ausstellung gehen auf einen Modellbauclub in Frankfurt zurück, der sich aufgelöst hat und die Boote für die Zukunft sichern wollte. Da bot sich der Verein in Horumersiel an. Der hat die Boote bisher im Kurmittelhaus untergebracht.
Doch da demnächst das Kurmittelhaus in ein Thalasso-Zentrum umgebaut wird, muss die Ausstellung abgebaut werden. „Ziel muss sein, in Horumersiel auf Dauer eine Ausstellung zu etablieren“, sagte Rosenboom. Dies könne zunächst auf Stelzen in einem Container auf dem Hafenplatz Wangersiel oder mehr in Ortsnähe nahe des Bootes KW 19 der Marinekameradschaft Horumersiel sein. Doch Rosenboom denkt weiter und könnte sich den Bau eines eigenen Gebäudes vorstellen.
Als „Attraktion für die Gemeinde“ warb Bürgermeister Björn Mühlena für die Ausstellung. Und auch Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik zeigte sich sehr interessiert. „Das ist für die Gäste etwas Besonderes“, meinte er.
