HORUMERSIEL - HORUMERSIEL - Die längste Kartoffelkette der Welt sollte es werden, hatte sich die Gastronomiekooperation „Die Seesterne“ für ihr zweites Kartoffelfest in Horumersiel vorgenommen. Und das wurde die Kette auch. Stolze 250 Meter misst sie – aber der Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde muss dennoch warten: Die Gastwirtekooperation hatte versäumt, im Vorfeld des Rekordversuchs die notwendigen Formalitäten zu erfüllen.
Rekordverdächtig war auch der Besucherstrom, der sich über den großen Parkplatz unterhalb des Haus des Gastes vorbei an den Buden und Zelten wälzte. „Die Seesterne“ arbeiteten in zwei Schichten, um die Nachfrage nach Produkten rund um die Kartoffel zu befriedigen.
Gebratene und geschmorte Kartoffeln, Kartoffelpuffer und Folienkartoffeln standen hoch in der Publikumsgunst, davon zeugten lange Schlangen. Daneben gab es Kartoffeln am Stock, die über Feuerkörben geröstet werden konnten.
Die Kinder waren mit Feuereifer dabei, Kartoffellampen herzustellen, die tatsächlich Leuchtdioden zum Glimmen brachten. Wer auf den Geschmack gekommen war, konnte sich mit Kartoffeln für den Winter eindecken.
Und auch hier gab es Rekorde: 1,3 Tonnen Kartoffeln bewegten „Die Seesterne“ bei ihrem Fest rund um die tolle Knolle. Allein 800 Kilo Kartoffeln wurden verspeist.
„Die Seesterne“ hatten nicht zu viel versprochen. Das Kartoffelwetter war „herbstlich und schön“. Zu Beginn sorgten die „Frisian Bones“ mit Irish und Scottish Folk Rock für gute Unterhaltung und Wilfried Neumann setzte diese am Nachmittag für die Kaffeebesucher auf der Hammondorgel fort.
Die Freunde alter Landmaschinen aus Minsen-Förrien faszinierten mit ihren Oldtimern und am Eingang zum Markt dominierte ein überdimensionaler Güllewagen. Kutschfahrten gehörten ebenfalls zum Programm des Festes.
Je erfolgreicher „Die Seesterne“ während des Kartoffelfestes waren, desto mehr profitieren die wangerländischen Kindergärten davon: Je 50 Cent geht ihnen von jedem verkauften Gericht zu.
