Horumersiel - Die Finanzierung steht, die Planungen sind abgeschlossen und einen Standort gibt es ebenfalls: Der Bau des seit vier Jahren geplanten „Hohen Stuhls“ in Horumersiel soll in diesem Jahr über die Bühne gehen. Das berichtete Rolf-Werner Becker, 2. Vorsitzender des Vereins Historische Seenotrettung, jetzt bei der Jahreshauptversammlung.

36 300 Euro hat der Verein für den Bau des Hohen Stuhls zusammen, zudem gibt es eine Zusage über eine Förderung des Projekts aus EU-Mitteln. Gut 49 000 Euro sind insgesamt für den Hohen Stuhl veranschlagt. Als Standort wurde im vergangenen Frühjahr das freie Dreieck westlich der Kurverwaltung Horumersiel festgelegt. Das entspricht in etwa dem einstigen Standort des früheren Ausgucks.

Vom Hohen Stuhl aus beobachteten die Seenotretter einst die See, um havarierte Schiffe zu entdecken. 1947 war er wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Nun soll der Hohe Stuhl als Nachbau wiederentstehen.

Vorsitzender Wieland Rosenboom dankte allen Spendern – unter anderem haben Mario und Imke Krar vom Restaurant „Leuchtfeuer“ zwei Jahre lang Labskaus angeboten, von dem jeweils ein Euro als Spenden an den Hohen Stuhl geht. Rund 1900 Euro kamen so zusammen.

Je nach Witterung soll demnächst das Fundament gebaut werden. Das Eichenholz für den Nachbau wird in der Gattersäge Upjever zugeschnitten.

Bestätigt wurde der Vorstand des 74-köpfigen Vereins: Vorsitzender bleibt damit Wieland Rosenboom, 2. Vorsitzender Rolf-Werner Becker und Kassenwartin Annegret Frenz, außerdem Schriftführer Edo Albers und technischer Leiter Gerd Kelterborn.