HORUMERSIEL - Der Wiederaufbau des 1947 wegen Baufälligkeit abgerissenen „Hohen Stuhls“ soll eins der Premiumprojekte Horumersiels im Rahmen der Aktion „Wangerland blüht auf“ werden. Der Projekt-Lenkungsausschuss besah sich jetzt vor Ort die Vorschläge, durch die der Sielort nach Vorstellung der Horumersieler aufgewertet werden soll.

Auf dem „Hohen Stuhl“ hielten einst Männer der Seenotrettung Ausschau nach Schiffen in Seenot. Als neuer Standort kommen Wieland Rosenboom zufolge mehrere Bereiche in Frage: Der Alte Hafen, heute Parkplatz, der neue Hafen und der nördliche Deich. Sowohl Hans Reiners als auch Arno Meents und die Volksbank Jever haben bereits finanzielle Unterstützung zugesagt.

Eine weitere Idee zielt darauf ab, das Horumersieler Tief attraktiver zu machen: Denkbar wäre, das Tief im Bereich des Parkplatzes zu einer Bucht zu erweitern, wo etwa ein Bootsverleih entstehen könnte. Auch der Speicherpolder könnte nach Vorstellung der Horumersieler besser eingebunden und genutzt werden, indem der früher vorhandene Wanderweg westlich des Gewässers wieder freigelegt und ein Rad- und Wanderweg auf dem alten Deich gebaut wird.

Die Fläche rund um den Kolk könnte zum Rosen- oder Bauerngarten umgestaltet werden. Zudem plant der Verein für Kunst und Kultur, die seit Jahren verschobene Realisierung der Plastik „Blanker Hans“ von Karin Mennen in Angriff zu nehmen.

Ein weiterer Vorschlag ist, die bisherige „Wache Süd“ an der Nordmole des Hafens wieder in Betrieb zu nehmen: An dieser Badestelle ist bei Hochwasser Tauchen und Schwimmen möglich.

Auch die Dorfgemeinschaft Waddewarden hat Ideen für ihre Beteiligung an „Wangerland blüht auf“ zusammengetragen. So könnte entlang des Spazierwegs von der Kirche über die alte Schweinewiese bis zum neuen Friedhof ein „Bibelgarten“ entstehen, der thematisch in die Bibel einführt, zur Erfahrung der Schöpfung einlädt und Begegnungen möglich macht.

Für den ehemaligen Bauernhof Rickelhausen 2 ist die Gestaltung einer Schaufläche mit verschiedenen Getreide- und Fruchtsorten aus früherer Zeit angedacht. In Zusammenhang mit dem bestehenden Bauernhofcafé und dem kleinen Museum für alte landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge könnte dort ein Lernort zur Landwirtschaft entstehen.

Unter dem Motto „Viele Wege führen nach Haddien“ sollen zudem alte Wege über die Höfe nach Haddien reaktiviert werden. Dadurch könnte der fehlende Radweg entlang der Kreisstraße umgangen werden. Der Dorfgemeinschaft schwebt ein Netz ruhiger Spazierwege vor, an denen Schutzgehölze für die heimische Fauna angelegt werden sollen.

Die Dorfgemeinschaft Waddewarden stellt ihre Ideen am 23. September dem Lenkungsausschuss vor.