HOYERSWEGE/ADELHEIDE - Zum Schluss der Spielzeit dreht die Speelkoppel Hoyerswege noch einmal auf: Bei der letzten Aufführung baut manch einer der Akteure kleine Überraschungen ins Stück ein – mitten auf der Bühne. So auch am Sonnabend, als sich im Haus Adelheide zum letzten Mal der Vorhang zu „Jümmer wedder nachts Klock veer“ hob: Plötzlich war da im Saal das gar nicht eingeplante Geräusch einer Toilettenspülung zu hören, und Hella Holldorf im Flüsterkasten wurde mit dem Staub beim Bettenmachen „eingenebelt“.

Kalt erwischt wurde auch „Junggeselle“ Herwig Kunst, der im Stück sein Bett mit „Nachbar“ Rainer Vosteen teilt. Denn statt der üblichen Werder-Shorts hatte sich Vosteen einen Tanga übergestreift. Kunst war perplex. „Ich wollte ihn erst nicht mit unter die Decke lassen“, verriet er später amüsiert. Aber solche Streiche zeigten auch: „Wir haben Spaß beim Spielen.“

Der Chef der Speelkoppel hatte schon ganz anderes erlebt: Beim letzten Auftritt mit „Der Strohmann“ hatte ihm ein Kollege statt Traubensaft Wein in die Flasche gefüllt, die er auf der Bühne in einem Zug zu leeren hatte. Kunst: „Das geht nur, wenn das Stück sowieso zu Ende geht.“

Übrigens: Auch die jüngste Spielzeit mit ihren zwölf Auftritten hielt für die Speelkoppel Überraschungen bereit. So fiel in der Ernst Rodiek-Halle in Lemwerder gleich in der ersten Szene auf der Bühne das Licht aus. Die Darsteller überspielten dies – „manche im Publikum haben es vielleicht gemerkt“, vermutete Kunst.

Bereits Anfang April beginnt die Gruppe, sich auf ihr Sommerstück „De Titanic draff nich ünnergahn“ vorzubereiten. Zehn Akteure werden auf die Freilicht-Bühne auf dem Hof Poetzsch in Schlutter steigen. Die Aufführungen finden vom 20. bis 22. Juni statt. Im September wird – zusätzlich zum „Aufführungs-Fahrplan“ – noch einmal „Klock veer“ gezeigt. Dann sind die Hoyersweger zu Gast bei der Jubiläumsfeier von Vielstedt.

Sommerstück

im Juni auf

Hof Poetzsch