HOYERSWEGE - „Ewig versucht“ habe der Mann es schon, jedes Jahr sei er wieder nach unten „durchgereicht“ worden – so stimmte Vorsitzender Rainer Jüchter den Schützenverein Hoyerswege am Sonntagabend auf die neue Majestät ein. Dann rief er: „Ingo, stell’ mal die Fahne weg!“ Spätestens da wusste Fahnenträger Ingo Claußen, dass dieses Schützenfest nicht enden würde wie jedes andere.

Mit 37 Ringen sicherte Claußen sich vor den ringgleichen Adjutanten Frank Vosteen und Gerhard Jackwerth die Königswürde. Bei den Damen schaffte dies Christa Thomann (38 Ringe) vor Nele Nordbruch und Insa Bakenhus-Schwarting (beide 37). Neue Jugendkönigin in Hoyerswege ist Amelie Bakenhus (38 Ringe), der Dunja Poppe (38) und Nadine Vosteen (37) zur Seite stehen. Bei den Kindern ging die Königswürde an Carina Vosteen (38), ihre Adjutanten sind Carolin Jüchter und Anna Strauch (beide 37). Dass im Nachwuchsbereich die Königshäuser ausschließlich weiblich besetzt wurden, veranlasste den Vorsitzenden zu einem kurzen Blick in die Zukunft: „Irgendwann haben wir Herren hier keine Chance mehr“.

Spannend machte es Rainer Jüchter bei der Proklamation des Seniorenkönigs. Lange durfte geraten werden, ehe der Name Günter Renken fiel – 38 Ringe reichten zum Sieg. Viel Beifall gab es für den jungen Vogelkönig Jan-Hendrik Beuke. Und König/in der Könige wurden Dieter Coldewey und Vorjahres-Majestät Heike Braue.

Günter Richter, der Schützenkönig von 2006, tröstete sich mit dem Pokal „Gesamtleistung Herren“, erneut Heike Braue gewann diesen Pokal bei den Damen. Und als neuen Wettermacher zeichnete Jüchter ganz zum Schluss noch Georg Meyer aus.

Mit dem großen Festumzug hatte das Hoyersweger Schützenfest am Sonnabend begonnen. Auf einer neuen Route ging es zum Hof von Günter Richter, wo noch einmal die Versorgungs-Qualitäten der Vorjahres-Majestäten gefordert waren. Begleitet wurden die Schützen von den Spielmannszügen Adelheide und Ganderkesee. Musikalisch klang das Schützenfest am Sonntagabend auch aus: Beim großen Festball im „Hof Hoyerswege“ hatten die „Red Boys“ noch manchen Ehrentanz zu spielen.