Hude - Am Sonntag, 19. Mai, findet der 42. Internationale Museumstag statt. Das Motto lautet: „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen. Museen verbinden unsere Vergangenheit mit dem Heute und Morgen.“ Auch die Freunde des Klosters Hude werden sich wiederum an dem Aktionstag beteiligen.
Los geht es am 19. Mai um 11 Uhr im Klostermuseum an der Von-Witzleben-Allee mit der Begrüßung und einem Vortrag vom 1. Vorsitzenden des Klostervereins, Prof. Klaus Rademacher. Der Huder Architekt widmet sich dem Thema „Faszination Gotik“ und erzählt Interessantes über das Bauwesen im Mittelalter. Technische, konstruktive und organisatorische Innovationen veränderten das Bauen. In Europa entstand ab dem 12. Jahrhundert eine durchdachte Planung, Ausschreibung, Vergabe und Ausführung von Bauaufgaben. „Dieser Bauablauf besteht ohne wesentliche Veränderungen bis heute“, weiß Klaus Rademacher zu berichten: „Die entstandene Bauweise nennen wir heute Gotik.“
Einerseits seien durch diese innovative Bauweise die Vorstellungen der Bauherren, ein „Abbild des himmlischen Jerusalems auf Erden“ zu schaffen, eindrucksvoll erfüllt worden. Ein Beispiel dafür sei die Klosterkirche in Hude.
Andererseits sei die „neue“ Bauweise gegenüber der „alten“ (der Romanik) wesentlich kostengünstiger geworden. „Durch die Erfindung der maßstäblich verkleinerten Bauzeichnung wurde ganzjährig vorgefertigt, es wurde rationalisiert. Die Bauhütten entstanden – ebenso die europaweite Ausschreibung“, weiß Rademacher in seinem Vortrag zu berichten. Alle Interessierten sind dazu herzlich willkommen. Der Vortrag soll einen Einblick in Zusammenhänge und Entwicklungen des Bauens bis heute geben.
Ab 13 Uhr sind dann im Klostermuseum verschiedene Angebote für Kinder vorgesehen. Angeboten werden stündlich Führungen durch Ruine und Museum. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag kostenlos. Für die Ruinenbegleitungen zahlen Erwachsene einen Kostenbeitrag von zwei Euro.
