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Afrika-Hilfe Huder greifen in Lomé zum Pinsel

Stephan Onnen

HUDE - Auf Annalena Becker kommen spannende Sommerferien zu: Die 16-jährige Schülerin ist Teil einer vierköpfigen Gruppe aus Hude, die eine selbstfinanzierte Projektreise zu den von Hudern und Delmenhorstern unterstützten Projekten in Togo unternimmt. Annalena bricht am Donnerstag, 7. Juli, gemeinsam mit ihrem Vater, dem Huder Malermeister Peter Becker, und Wolfram Hartrampf auf. Hartrampf ist Koordinator für den Arbeitskreis Hude/Delmenhorst im Verein für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ). Bereits einen Tag vorher macht sich der Abiturient und zur Zeit in einem umweltpädagogischen Projekt arbeitende Aimo Hindriks auf die Reise nach Westafrika.

Der Arbeitskreis Hude/Delmenhorst unterstützt das Kinderhaus „Frieda“ in Lomé, in dem 24 Aidswaisen betreut werden, sowie in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Hude kleinere Projekte in der namensgleichen Gemeinde Houdé in der Region Lassa im Norden Togos.

1000 Kilometer durch Togo

Peter Becker ist seit langer Zeit Pate eines Kindes aus dem Haus „Frieda“ und möchte es zusammen mit seiner Tochter Annalena in Lomé besuchen. Beide werden das Patenkind sowie andere junge „Frieda“-Bewohner in Ferienaufenthalte bei Verwandten bis in den Norden Togos begleiten. Gleichzeitig wollen sie auf dieser rund 1000 Kilometer langen Fahrt von Lomé im Süden bis Dapaong im Norden Land und Leute kennenlernen. „Das ist schon ein bisschen Abenteuer“, schätzt Peter Becker, der erstmals nach Togo reist.

In Lomé wird der Malermeister auch zum Arbeitsgerät greifen: „Bei den anstehenden Renovierungsarbeiten im Kinderhaus benötigen wir fachkundigen Rat und Hilfe“, sagt Wolfram Hartrampf. Nach 14 Tagen werden Annalena und Peter Becker den Rückflug von Lomé über Paris nach Bremen alleine antreten. Hartrampf selber will vier Wochen bleiben, Aimo Hindriks’ Aufenthalt wird sechs Wochen dauern.

Aimo Hindriks, der seit gut zehn Jahren afrikanische Trommeln spielt, wollte ursprünglich mit der Kolping-Jugend nach Lomé, um sich dort an einer Pflanzaktion von Kokospalmen an der Strandpromenade zu beteiligen. Dieses Projektvorhaben wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Umso froher ist der Huder jetzt darüber, dass er nun die Gelegenheit hat, die Wartezeit zwischen Zivildienst und Studienbeginn mit seiner ersten Reise nach Westafrika optimal zu überbrücken. „Aimo und ich werden nach der Rückkehr aus dem Norden bei den umfangreichen Renovierungsarbeiten im Kinderhaus tätig sein“, kündigt Wolfram Hartrampf an.

Schatten für Schulhof

In Lassa-Houdé, etwa 600 Kilometer von Lomé entfernt, werden sich Hartrampf und Hindriks mit der Diakonin Martiné Karma und dem neuen Deutsch sprechenden Pastor treffen, um das von der evangelischen Kirche Hude geförderte Projektvorhaben – Schattenbäume, Sitzbänke und Trinkwasser auf einem Schulhof – zu besprechen und erste Ergebnisse zu begutachten.

Auf jeden Fall werde es wieder zu einer Begegnung mit den vier Schulpatenkindern Ilka (11), Birte (9), Tschonda und Tschasse (beide 7) kommen, freut sich Hartrampf, der mit seiner Frau Jutta sowie Marlies Pape und Birte Wachtendorf als Paten fungiert.

Im Gepäck haben wird die Huder Reisegruppe Post für Patenkinder beider Projekte.

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