HUDE/ALTMOORHAUSEN - Wer in der Chronik blättert, die am Sonntag, 17. Juni, pünktlich zur 350-Jahr-Feier Altmoorhausens erscheint, stößt auf viele vertraute Namen: Pieper, Haverkamp, Ötken, Spinning und Heyne, um nur einige zu nennen, die noch heute im Dorf und umzu geläufig sind. Die Geschichten dieser und anderer Familien hat Erika Burhop nachgezeichnet. Sie hat monatelang in alten Brandkassenregistern und Kirchenbüchern recherchiert. Ihr umfangreiches Höfe- und Gebäuderegister füllt den Großteil der über 230-seitigen Chronik. Sie habe im Stil an Heimatforscher Walter Janssen-Holldiek, der in seinem Werk „Hurrel, ein Dorf am Geestrand“ wertvolle Basisarbeit geleistet hat, angeknüpft, sagte Erika Burhop.

Die Autorin, Bürgervereinsvereinsvorsitzender Hauke Ellinghusen, Verleger Dieter Schmidt, Künstlerin Renate Meyer, die das Titelbild beigesteuert hat, sowie Erich Punke und Hartmut Beneke als weitere Mitstreiter stellten ein Probe-Exemplar der Altmoorhauser Chronik am Donnerstag Bürgermeister Axel Jahnz vor. Der war vom Ergebnis hellauf begeistert: „Sie haben wichtige Arbeit geleistet“, lobte er das Sextett aus Altmoorhausen, „wenn wir Geschichte nicht aufschreiben, geht sie irgendwann verloren.“ Neben dem Höfe- und Gebäuderegister machen Kapitel zur Geschichte Altmoorhausens, Kindheitserinnerungen, Schilderungen von Kriegs- und Nachkriegsereignissen sowie Beiträge der Autoren Heinz Hartmann, Fritz Lottmann und Dieter Vogt, die durch ihre Kindheit mit Altmoorhausen verbunden sind, das Buch zu einem bunten Dorf-Kaleidoskop. Das Werk erscheint in einer Auflage von 500 Stück, die zum Preis von jeweils zehn Euro verkauft werden sollen. „Wir sind darauf eingerichtet, 250 Exemplare

nachzudrucken“, sagte Dieter Schmidt.

Bürgermeister Axel Jahnz freut sich bereits auf den Jubiläumstag. Ein Blick auf das ganztägige Festprogramm, das von Kutschfahrten über Wasserspiele bis hin zu einer Oldtimer-Schau und Autorenlesungen reicht, lässt ihn erahnen: „Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Das wird etwas Großes werden.“ Jahnz wird am Festtag ein Jubiläumsgedenkschild enthüllen, das Hartmut Beneke nach einer Vorlage von Renate Meyer gestaltet hat. Dass die Jubiläumsfeier in diesem Umfang stattfindet, zeigt für den Bürgermeister: „Das Dorf lebt!“