HUDE - HUDE/HG - Ist alles Geld erst einmal verprasst, ist guter Rat teuer: Der Einzige, der Abu Hassan und seiner Gemahlin Fatime helfen könnte, ist der reiche Wechsler Omar, bei dem sie allerdings schon hohe Schulden haben. Omar aber fordert von der schönen Fatime als Gegenleistung ihre Liebe. Mit der Aufführung des Stückes „Abu Hassan“ begeisterte die Junge Oper gestern die rund 300 Erst- bis Viertklässler im Forum der Grundschule Hude-Süd.

Die musikalische Geschichte aus 1001 Nacht nimmt dabei rasante Wendungen. Plötzlich hat Abu Hassan nämlich die rettende Idee: „Wir sterben beide!“ Er weiß nämlich, dass, wenn die Kalifin seinen Tod vernimmt, Fatime nach Landessitte Geld für die Begräbniskosten erhalten wird. Gesagt getan: Während Fatime wehklagend zur Kalifin eilt, schwärmt Hassan schon von großen Festen.

Das Spielchen wird wiederholt, jetzt läuft Hassan zum Kalifen, um seinerseits den Tod seiner Ehefrau zu beklagen. Unterdessen naht zum Schrecken des Ehepaares Mesrur, der Vertraute des Kalifenpaares. Rasch spielt Hassan den Toten und Fatime bricht in wehklagenden Gesang aus. Nachdem das Kalifenpaar die Sache durchschaut und die prekäre Lage erkannt hat, gewährt es Gnade: Hassan erhält tausend Goldstücke.

Kein Gold, aber tosenden Applaus gab es am Ende für die Schauspieler Janina Esser, Veronika Nemec und André Uelner von der Jungen Oper sowie die mitwirkende Lehrerin Beate Heider.