HUDE - Der Himmel ist grau. Regen tropft von den Bäumen. Rund um die Huder Klosterruine ist es still. Eigentlich ist es idyllisch wie immer wenn da nicht die Bühne wäre, die vor den kahlen Mauern steht. Bahnen aus Pergament mit lateinischen Schriftzeichen hängen daran herunter. Sie fungieren als Vorhänge, die wie Seiten eines mittelalterlichen Buches auf- und zugeblättert werden. Vier als Mönche verkleidete Schauspieler des Theaters Naumburg stehen auf der Bühne und proben das Stück Der Name der Rose. Dabei nehmen sie den Zuschauer sowohl optisch als auch spielerisch mit auf eine Reise ins Mittelalter.
In dem legendären Kriminalroman des Schriftstellers Umberto Eco klären William von Baskerville, (gespielt von Holger Vandrich) und sein Gehilfe Adson von Melk (Tobias Weishaupt) den mysteriösen Todesfall eines Mönchs auf. Die Spur führt sie in die Klosterbibliothek zu einem verhängnisvollen Buch...
Das vierköpfige Schauspielerensemble des kleinsten Stadttheaters Deutschlands neben ihren männlichen Kollegen stehen Katja Preuß und Betty Wirtz auf der Bühne schlüpft in 14 Rollen. Eine der Darstellerinnen spielt sogar fünf Mönche. Die Verwandlung optisch perfekt machen lebensechte Latex-Masken, die Andreas Becker, Ausstatter am Theater Naumburg, eigens dafür angefertigt hat. Die Darsteller fungieren zudem als Puppenspieler. Ketzer-Jäger Bernhard Gui und der blinde Seher Jorge von Burgos kommen als lebensgroße Puppen daher, sagt Regisseurin Jutta Schubert.
Das Eco-Stück hier zu spielen, ist ein langgehegter Wunsch der Gründungsmitglieder, sagt Dr. Carola Thurow, Vorsitzende des Huder Kulturvereins Impuls, der das Theater nach Hude eingeladen hatte. Die Geschichte um William von Baskerville inszenierte das Theater erstmals im vorigen Jahr in Naumburg. Für die Wiederaufnahme des spektakulären Stücks müssen sich Katja Preuß und Betty Wirtz im Schnelldurchlauf in ihre Rollen einfinden. Holger Vandrich und Tobias Weishaupt hatten bereits in der vergangenen Saison mitgespielt.
Für die beiden Aufführungen am Freitag, 29. Juni, und Sonnabend, 30. Juni, sind nur noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.
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