HUDE - Zur Eröffnung kam Konsul Wislaw Ratynski. Zu Gast war auch der Vizebürgermeister der Partnerstadt, Josef Blank.

Von Matthias Kosubek

HUDE - Sich gegenseitig mit der Kultur und Geschichte der beiden Länder bekannt zu machen und dabei die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten hervor zu heben, nannte Konsul Wislaw Ratynski vom polnischen Konsulat aus Hamburg als Ziel eines „deutsch-polnischen Jahres 2005/2006“, das von den Botschaftern beider Staaten ausgerufen wurde. Ratynski war gestern zu Gast im Huder Rathaus, wo im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals eine Ausstellung mit Bildern des aus der polnischen Partnerstadt Nowe Miasto Lubawskie stammenden Künstlers Stanislaw Frydlewicz eröffnet wurde.

„Es ist eine Freude, zu sehen, wie das Pflänzchen wächst. Es ist kein Bäumchen mehr, sondern schon ein kräftiger Stamm“. Mit diesen Worten beschrieb Hudes Bürgermeister Axel Jahnz die vor zwei Jahren offiziell besiegelte Partnerschaft zwischen Hude und Nowe Miasto. Dessen stellvertretender Bürgermeister Josef Blank, der ebenfalls zu Gast war, zeigte sich erfreut über die Vertiefung der Partnerschaft und lud Jahnz im September zum Erntefest in seine Heimatstadt ein.

Der Huder Künstler Diedrich Mörking führte danach in das Schaffen seines polnischen Kollegen ein, der 1974 sein Diplom an der Warschauer Kunstakademie ablegte, als Grafiker, Schriftsteller und Innenarchitekt arbeitete, viele Jahre als Kunsterzieher behinderter Kinder tätig war und jetzt bei der Stadtverwaltung als Referent für Bildung und Kultur beschäftigt ist. Frydlewicz zeigt in Hude rund 25 Gemälde mit Stillleben und Landschaften, die meisten aus seiner Heimat, aber auch eine Ansicht des Huder Klosters und eine Waldszene aus dem Hasbruch. Es ist eine sonnige und lichtdurchflutete Malerei mit zauberhaften, ruhigen Farbkompositionen, leicht und beschwingt, von harmonischer Beschaulichkeit, so Mörking. Im weiteren Verlauf sprach er von poetischen Landschaftsbeschreibungen. Die Menschen hätten die Landschaften verlassen, die Natur falle auf sich selbst zurück. Weiter hob Mörking die Stillleben in altmeisterlicher Manier hervor, lobte die kräftigen Farben und sprach von „eigenartig

durchsichtig erscheinenden“ Bildern.

Nach der Ausstellungseröffnung begann der Huder Bildhauer Wolf E. Schultz, einen 2,7 Meter hohen Eichenstamm, der neben dem Rathauseingang steht, mit einem Schäleisen zu entrinden. In den kommenden Tagen wird der Künstler aus dem Holz eine Skulptur schaffen. Passanten könne ihm dabei zuschauen und mit ihm ins Gespräch kommen. Die NWZ wird noch ausführlich berichten.